Konzernumbau schreitet fort Intel plant Stellenabbau im Geschäft mit Rechenzentren und KI

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Trotz eines Umsatzanstiegs von 22 Prozent plant Intel weitere Stellenstreichungen, diesmal speziell in den Sparten Data Center und AI. Seit 2022 hat der Konzern verschiedenen Berichten zufolge bereits über 50.000 Stellen reduziert.

Intels "Gordon Moore Park" Campus in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon. Wie lokale Medien als Erste meldeten, plant das Unternehmen weitere umfangreiche Stellenkürzungen, speziell in den Bereichen Rechenzentren und KI.(Bild:  Intel Corporation)
Intels "Gordon Moore Park" Campus in Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon. Wie lokale Medien als Erste meldeten, plant das Unternehmen weitere umfangreiche Stellenkürzungen, speziell in den Bereichen Rechenzentren und KI.
(Bild: Intel Corporation)

Intel bereitet Medienberichten zufolge einen weiteren Stellenabbau in seiner Data Center and AI Group vor. Wie viele Beschäftigte betroffen sein werden und wann die Maßnahmen umgesetzt werden, hat der US-Halbleiterhersteller bislang nicht mitgeteilt. Das Unternehmen bestätigte jedoch, die Organisation der Sparte neu auszurichten.

Intel begründet den Schritt mit dem Ziel, fokussierter und effizienter zu arbeiten. Die Geschäftseinheit solle künftig über die Rollen und Kompetenzen verfügen, die für ihren langfristigen Erfolg erforderlich seien. Zugleich kündigte der Konzern an, betroffene Beschäftigte während des Übergangs zu unterstützen.

Die Kürzungen betreffen eine Sparte, die zuletzt deutlich gewachsen ist. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Geschäft mit Rechenzentren und KI einen Umsatz von rund 5,1 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum Portfolio gehören unter anderem Serverprozessoren, kundenspezifische KI-Chips und Architekturen für Rechenzentren.

Trotz Stellenabbau bleiben die Sparten strategisch relevant

Nach Angaben des Unternehmens sollen die personellen Veränderungen weder bestehende Produktzusagen noch die strategischen Entwicklungspläne beeinträchtigen. Die Neuordnung soll vielmehr Entscheidungswege verkürzen, Strukturen vereinfachen und die Umsetzung neuer Technologien beschleunigen.

Der Umbau erfolgt in einer Phase steigender Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Anwendungen. Während der bisherige Ausbau der KI-Infrastruktur vor allem von Grafikprozessoren und Speicherchips geprägt war, könnte der zunehmende Einsatz komplexer KI-Agenten auch den Bedarf an leistungsfähigen Server-CPUs erhöhen. Davon will Intel mit seiner Xeon-Plattform profitieren. Zugleich setzt der Konzern auf Fortschritte bei Fertigungstechnologien und Chip-Packaging.

Die neuen Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Restrukturierung. Wie Trendforce meldet, sank Intels weltweite Belegschaft in den vergangenen vier Jahren um über 40 Prozent, von knapp 132.000 Beschäftigten im Jahr 2022 auf nunmehr rund 81.000. Neben dem Verkauf einzelner Geschäftsbereiche trugen dazu umfangreiche Stellenstreichungen in den Jahren 2024 und 2025 bei. Der angekündigte Abbau zeigt, dass Intel seinen Sparkurs trotz der verbesserten Entwicklung im Rechenzentrumsgeschäft fortsetzt.(sg)

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