Umfrage zur Elektrokonstruktion KI verwandelt Elektrokonstrukteure in Orchestratoren

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Der Zeitdruck in der Elektroplanung steigt, während erfahrene Fachkräfte in den Ruhestand gehen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie KI Routinetätigkeiten übernimmt und das Berufsbild grundlegend verändert.

Transformation im Engineering: KI-gestützte Systeme generieren zunehmend selbstständig Schaltschranklayouts und entlasten Konstrukteure von zeitraubenden Routineaufgaben.(Bild:  WSCAD)
Transformation im Engineering: KI-gestützte Systeme generieren zunehmend selbstständig Schaltschranklayouts und entlasten Konstrukteure von zeitraubenden Routineaufgaben.
(Bild: WSCAD)

Wer elektrische Systeme konstruiert, steht weltweit unter hohem Druck: Projekte werden komplexer, Personal knapper. Der Softwareanbieter WSCAD befragte 1.267 Anwenderund fand heraus: Die Mehrheit arbeitet am Limit. Fast 54 Prozent der Befragten fehlt im Alltag die Zeit, um sich strukturell zu verbessern. Sie verbringen viele Stunden damit, monoton zu arbeiten, nach Komponenten zu suchen oder Fehler in Projekten zu bereinigen.

Unternehmen versuchten bisher, diese Lücken klassisch zu schließen, indem sie Prozesse automatisierten. Vordefinierte Makros halfen dabei, Pläne schneller zu erstellen. Doch diese regelbasierten Systeme sind aufwendig zu pflegen und reagieren starr, wenn sich Anforderungen ändern.

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Routineaufgaben entfallen

KI verändert nun tiefgreifend, wie Konstrukteure im Engineering arbeiten. Wer diese Systeme testet, spart enorm Zeit. Die Software listet Material auf oder platziert Bausteine in wenigen Sekunden. Konstrukteure arbeiten dabei um mehr als 90 Prozent schneller und finden Planungsfehler massiv schneller. Die Technologie befreit von lästigen Pflichten und sichert das Fachwissen von Kollegen, die das Unternehmen verlassen.

Dr. Siegmar Haasis resümiert im Vorwort der WSCAD-Studie: „Die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre besteht daher nicht allein in der weiteren Digitalisierung oder Automatisierung bestehender Prozesse. Entscheidend wird sein, die Produktivität im Engineering grundlegend neu zu gestalten.“ Der größte Hebel liege darin, Routineaufgaben zu reduzieren und Konstrukteure kontextbezogen zu unterstützen, wenn sie technische Entscheidungen treffen.

Vom Zeichner zum Systemarchitekten

Das prägt, wie Ingenieure künftig arbeiten. Der Konstrukteur arbeitet weniger als reiner Zeichner. Er entwickelt sich zu einem Architekten, der Softwaresysteme steuert und bewertet, was diese liefern. Während er Ziele und Randbedingungen definiert, schlägt die Anwendung eigenständig den Schaltschrankaufbau vor. Wer diese Werkzeuge nutzt, gewinnt wertvolle Zeit für die eigentliche Konzeption und sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit. (mc)

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