Expansion in Asien Weidmüller baut neuen asiatischen Hauptsitz

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Das Detmolder Unternehmen Weidmüller startet den Bau einer neuen Firmenzentrale in China. Mit der größten Auslandsinvestition seiner Geschichte will der Spezialist für Verbindungstechnik die dortige Produktion künftig verdreifachen.

Rendering der neuen Zentrale: Auf 40.000 Quadradmeter soll am Standort Suzhou die Fertigungskapazität verdreifacht werden.(Bild:  Weidmüller)
Rendering der neuen Zentrale: Auf 40.000 Quadradmeter soll am Standort Suzhou die Fertigungskapazität verdreifacht werden.
(Bild: Weidmüller)

Das Detmolder Unternehmen Weidmüller hat am 3. Juli 2026 den offiziellen Spatenstich für seine künftige asiatische Betriebszentrale im chinesischen Suzhou gefeiert. Dieser Schritt markiert den Baubeginn und ist ein zentraler Meilenstein für die strategische Ausrichtung auf dem Kontinent. Nach über 30 Jahren auf dem chinesischen Markt bündelt der Spezialist für Verbindungstechnik nun seine regionalen Kräfte, um die Wertschöpfung vor Ort in den kommenden Jahren signifikant auszubauen.

Fokus auf künftige lokale Wertschöpfung

Nach der geplanten Fertigstellung wird Weidmüller mit dem Neubau alle zentralen Funktionen für den asiatischen Raum an einem Standort zusammenfassen. Das entstehende Zentrum soll intelligente Fertigungsprozesse, moderne Entwicklungsabteilungen, Logistik und Engineering vereinen, ergänzt durch eigene Schulungszentren. Im Zusammenspiel mit dem bestehenden Werk in Suzhou soll die neue Zentrale als dualer Wachstumsmotor fungieren, um die Wertschöpfungskette zu modernisieren und regionale Ressourcen effizienter zu verteilen.

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„Mit der größten Investition in unserer Unternehmensgeschichte außerhalb Deutschlands stärken wir gezielt die lokale Wertschöpfung und schaffen die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in einem unserer wichtigsten Märkte“, sagte André Sombecki, Finanzvorstand von Weidmüller. „Das Projekt ist ein konsequenter Schritt unserer Strategie, weltweit nah an unseren Kunden zu sein und Entwicklung, Produktion sowie Entscheidungswege stärker zu lokalisieren.“

Geplante Verdreifachung der Kapazitäten

Die Baupläne verdeutlichen die Dimension des Vorhabens: Allein in der ersten Phase entsteht eine Nutzfläche von rund 40.000 Quadratmetern. Sobald der Komplex den Betrieb aufnimmt, wird Weidmüller seine bisherige Produktionskapazität in Suzhou voraussichtlich mehr als verdreifachen.

Lance Zhao, Executive Vice President der Region Asien, ordnet den gestarteten Bau in die globale Ausrichtung ein: „Dieses Projekt stellt eine wichtige Erweiterung unserer Strategie ‚Local for Local‘ dar und ist ein bedeutender Schritt zur Stärkung unserer kundenorientierten Kompetenzen.“ Mit dem Aufbau der digitalisierten Betriebszentrale wolle das Unternehmen ein lokales Ökosystem für schnellere Reaktionszeiten und zukunftsweisende Technologien schaffen.

Ausbau der Marke Qilin

Die lokale Strategie stützt sich zudem auf die Marke Qilin, die Weidmüller speziell für den asiatischen Markt entwickelt hat. Mit den künftig erweiterten Flächen plant das Unternehmen, die Produktion dieser Lösungen nach dem Bauabschluss maßgeblich zu skalieren. Gemäß dem Leitmotiv „entwickelt in China, hergestellt in China“ beabsichtigt Weidmüller, von Suzhou aus deutlich mehr Produkte direkt in asiatische Märkte zu liefern.

Vor dem Hintergrund globaler industrieller Veränderungen dient der Neubau nicht nur der reinen Flächenerweiterung. Die künftige Zentrale soll vielmehr die regionale Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig absichern. Dadurch will das Familienunternehmen seine Kunden bei deren digitaler Transformation künftig operativ stabiler und effizienter unterstützen. (mc)

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