Intel Core Ultra Series 3 für die Industrie Rutronik liefert neueste Intel-SoCs für industrielle Anwendungen

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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Nach dem Debüt im Consumer-Bereich landen Intels Chips aus der 1,8-nm-Fertigung nun in der Fabrikhalle. Distributor Rutronik nimmt die Prozessoren ab sofort in sein Portfolio auf.

Ein Fertigungstechniker von Intel hält im September 2025 im Reinraum der neuen Fab 52 von Intel in Chandler, Arizona, einen Panther-Lake-Chip in der Hand. Fab 52 ist der US-Standort für Intel 18A, wo der Panther-Lake-Prozessor hergestellt wird. (Bild:  Intel Corp.)
Ein Fertigungstechniker von Intel hält im September 2025 im Reinraum der neuen Fab 52 von Intel in Chandler, Arizona, einen Panther-Lake-Chip in der Hand. Fab 52 ist der US-Standort für Intel 18A, wo der Panther-Lake-Prozessor hergestellt wird.
(Bild: Intel Corp.)

Auf der Fachmesse CES im Januar 2026 enthüllte Intel die Core Ultra Series 3, die unter dem internen Codenamen Panther Lake lief. Es handelt sich um die erste Prozessorarchitektur im 18A-Verfahren fertigt. Diese Strukturgröße von 1,8 nm verspricht Sprünge bei Energieeffizienz und Rechendichte. Während Notebooks mit den neuen Chips bereits seit dem ersten Quartal 2026 im Handel stehen, erreicht die Technologie nun planmäßig die industrielle Praxis.

Der Distributor Rutronik meldet jetzt die Lieferfähigkeit der neuen Prozessorgeneration für den europäischen Markt. Diese Markteinführung kommt zur rechten Zeit, da namhafte Embedded-Hersteller wie Supermicro oder Asrock Industrial zeitgleich ihre neuen Hardware-Designs präsentieren. Auf Hutschienen-PCs und kompakten Einplatinencomputern übernimmt die Core Ultra Series 3 künftig Aufgaben an den Schnittstellen zwischen klassischer Steuerungstechnik und künstlicher Intelligenz. Auch für Anwendungen in der Robotik möchte Intel die aktuellen SoCs positionieren.

Hardware-Konsolidierung bricht die Trennung von IT und OT auf

Die neue Plattform möchte ein architektonisches Kernproblem lösen: Bisher erforderten anspruchsvolle Anwendungen in der Robotik meist getrennte Recheneinheiten: einen klassischen Industrie-PC für die deterministische Maschinensteuerung und einen separaten Beschleunigerchip für die Bildverarbeitung. Intel führt diese Welten nun auf einem einzigen Silizium-Die zusammen. Die integrierte Hybrid-Core-Architektur teilt die Aufgaben strikt auf: Während dedizierte Rechenkerne die harte Echtzeitkommunikation über zeitsensitive Netzwerke (TSN) absichern, kümmern sich die integrierte Grafik sowie eine eigene NPU um die Datenströme der Kamerasysteme. Lokale Sprachmodelle für die Maschinenbedienung oder Algorithmen zur optischen Navigation autonomer mobiler Roboter laufen damit direkt an der Anlage, ohne den Umweg über eine externe Cloud.

Intel positioniert Core Ultra Series 3 mitsamt der dazugehörigen Software-Umgebung OpenVINO als direktes Gegengewicht zu den etablierten Edge-Modulen von Nvidia. Der x86-Ansatz erleichtert Entwicklern den Einstieg, da sie auf vertraute Programmierumgebungen und bewährte Robotik-Frameworks wie ROS 2 zurückgreifen können.

(mc)

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