Speicher-Fertigung und KI-Infrastruktur Samsung und SK planen Chip-Offensive in Billionenhöhe

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Südkorea will seine Chipindustrie massiv ausbauen, um bei Speichern und Halbleitern zur KI-Inferenz eine Vorreiterstellung einzunehmen. Unterschiedlichen Medienberichten zufolge planen Samsung und SK Hynix zusammen Investitionen in Billionenhöhe über einen Zeitraum von zehn Jahren.

HBM4E-Speicherbausteine von Samsung: Samsung und SK Hynix sind die treibenden Kräfte hinter einer der größten Halbleiteroffensiven in Südkorea. Lokalen Medienmeldungen zufolge planen die beiden Speicherhersteller Investitionen von bis zu 2 Billiarden Won vor (umgerechnet rund 1,3 bis 1,4 Billionen US-Dollar oder 1,2 Billionen Euro).(Bild:  Samsung)
HBM4E-Speicherbausteine von Samsung: Samsung und SK Hynix sind die treibenden Kräfte hinter einer der größten Halbleiteroffensiven in Südkorea. Lokalen Medienmeldungen zufolge planen die beiden Speicherhersteller Investitionen von bis zu 2 Billiarden Won vor (umgerechnet rund 1,3 bis 1,4 Billionen US-Dollar oder 1,2 Billionen Euro).
(Bild: Samsung)

Südkorea stellt die Weichen für einen der größten Industrieschübe seiner Geschichte. Samsung Group und SK Group bereiten nach Medienberichten Investitionen von bis zu 2 Billiarden Won vor, umgerechnet rund 1,3 bis 1,4 Billionen US-Dollar. Die Pläne sollen über einen Zeitraum von zehn Jahren laufen und sind Teil der industriepolitischen Strategie von Präsident Lee Jae Myung.

Im Zentrum steht der massive Ausbau der Halbleiterproduktion. Samsung Electronics und SK Hynix wollen demnach jeweils vier bis fünf neue Speicherfabriken im Raum Gwangju im Südwesten des Landes errichten. Damit soll Südkorea seine Memory-Produktion innerhalb von fünf Jahren verdoppeln.

Ergänzend plant Samsung den Bau neuer Chip-Packaging-Werke in der Provinz Süd-Chungcheong. SK Hynix will seine NAND-Produktionsstätten in Nord-Chungcheong erweitern. Die Regierung verbindet die Investitionen mit dem Ziel, die starke Konzentration der Industrie rund um die Hauptstadtregion zu verringern und andere Landesteile wirtschaftlich aufzuwerten.

KI-Boom treibt den Ausbau

Angetrieben wird die Offensive vor allem durch die stark wachsende Nachfrage nach KI-Chips, Speichertechnologien und Rechenzentrumsinfrastruktur. Südkorea will damit seine technologische Stellung gegenüber Wettbewerbern wie den USA, China und Taiwan absichern. Die Regierung spricht von einem zentralen Schritt für die industrielle Zukunft des Landes.

Das Vorhaben ist als öffentlich-private Partnerschaft angelegt. Allein für neue Speicherfabriken im Südwesten des Landes sind laut Bericht rund 520 Milliarden US-Dollar vorgesehen, andere Medienberichte sprechen von generellen Investitionen in Höhe von 649 Milliarden Dollar. Ministerien für Industrie, Wissenschaft, Klima und Infrastruktur sollen dazu politische Maßnahmen vorstellen, während die Spitzen von Samsung und SK Hynix ihre Investitionspläne präsentieren.

Auch an den Finanzmärkten wird die Initiative aufmerksam verfolgt. Analysten sehen in den geplanten Ausgaben einen möglichen Wachstumsschub für die koreanische Halbleiter-Lieferkette, insbesondere für Hersteller von Produktionsanlagen. Entscheidend wird nun sein, wie schnell die Projekte umgesetzt werden und ob Südkorea die dafür nötigen Fachkräfte, Energieversorgung und Infrastruktur bereitstellen kann.(sg)

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