Forschung im Bereich KI In Heilbronn hat der Campus der ETH Zürich eröffnet

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Mit der Eröffnung des Campus der ETH Zürich arbeitet Heilbronn am Wachstum eines Standorts für KI, Cybersicherheit und verantwortungsvolle Digitalisierung. Die ETH Zürich plant, 15 Professuren einzubringen. Die ersten Masterstudiengänge sollen voraussichtlich 2028 starten.

Visualisierung der Gebäude, die für die ETH-Zürich-Zweigstelle in Heilbronn errichtet werden sollen.(Bild:  ETH Zürich)
Visualisierung der Gebäude, die für die ETH-Zürich-Zweigstelle in Heilbronn errichtet werden sollen.
(Bild: ETH Zürich)

Die ETH Zürich hat am 2. Juli 2026 ihren neuen Campus in Heilbronn eröffnet. Somit hat es nur rund zwei Jahre nach der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung mit der Dieter Schwarz Stiftung gedauert, um einen langfristig angelegten Standort der Schweizer Hochschule in Deutschland in Betrieb zu nehmen. Am neuen ETH-Standort stehen Arbeiten und Forschungen zu Themen wie künstlicher Intelligenz, Datenwissenschaften, Cybersicherheit und zur Frage, wie digitale Technologien verantwortungsvoll entwickelt und eingesetzt werden können, im Vordergrund.

In den kommenden Jahren sollen in Heilbronn insgesamt 15 Professuren angesiedelt werden. Die ersten Professuren werden 2026 ausgeschrieben und sollen ab 2027 schrittweise ihre Arbeit aufnehmen. Erste Masterstudiengänge sind voraussichtlich ab 2028 geplant. Bis dahin will die ETH Zürich in Zusammenarbeit mit weiteren Bildungsinstitutionen unter anderem Summer Schools und Weiterbildungen anbieten. „Wir möchten hier einen Hub für die verantwortungsvolle digitale Transformation aufbauen – die ETH ist definitiv gekommen, um zu bleiben“, so ETH-Präsident Joël Mesot zur Eröffnung. Die Grundfinanzierung der Professuren in Heilbronn für einen Zeitraum von 30 Jahren wird von der Dieter Schwarz Stiftung gesichert.

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15 Professuren für KI, Sicherheit und Transfer

Thematisch setzt die ETH Zürich in Heilbronn auf Grundlagenforschung zu KI und digitaler Sicherheit sowie auf gesellschaftlich relevante Anwendungen. Dazu zählen menschzentrierte KI, KI für das Gemeinwohl, Anwendungen in Lebenswissenschaften und Medizin sowie Ansätze für Ressourcen- und Nachhaltigkeitsfragen. Der Campus ist zunächst im HIP-Turm auf dem Bildungscampus Heilbronn untergebracht. Dort stehen der ETH Zürich rund 1.300 Quadratmeter auf vier Stockwerken zur Verfügung, unter anderem für Professuren, Studierende sowie Administration und Services. 2030 soll der Umzug in eigene Gebäude auf dem Bildungscampus West erfolgen. Künftig sollen dort rund 700 Studierende lernen und forschen.

Heilbronn wächst als KI-Standort

Auf dem Bildungscampus Heilbronn sind bereits mehrere Forschungs- und Bildungseinrichtungen vertreten, etwa die TU München, Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft. Der Bildungscampus umfasst nach Angaben der ETH derzeit rund 8.000 Studierende und soll mit dem Ausbau Bildungscampus West bis 2031 weiterwachsen.

Zusätzliche Bedeutung erhält der Standort durch die Nähe zum Innovation Park Artificial Intelligence (IPAI). Auf rund 30 Hektar entsteht dort ein KI-Ökosystem für mehr als 5.000 Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. Die räumliche Nähe zwischen Bildungscampus und IPAI soll Kooperationen, gemeinsame Forschungsprojekte und den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die Anwendung erleichtern. (sb)

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