Workshop beim EMS-Tag 2026 Sichtbarkeit mit Bordmitteln: Zeigen, was im EMS steckt

Von Susanne Braun 3 min Lesedauer

Die besten Leistungen eines EMS-Dienstleisters stecken oft in den Produkten seiner Kunden. Wie lassen sich trotzdem Kompetenz zeigen, neue Kontakte gewinnen und bestehende reaktivieren? Der EMS-Tag-Workshop zeigt drei Perspektiven zu mehr Sichtbarkeit: über LinkedIn, persönliches Netzwerken und die Fachöffentlichkeit.

Die Leistung des EMS-Dienstleisters steht im Vordergrund, doch die lässt sich nur schlecht fotografieren und in Sichtbarkeit verwandeln. Beim EMS-Tag wollen wir Ihnen im Rahmen eines Workshops helfen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Die Leistung des EMS-Dienstleisters steht im Vordergrund, doch die lässt sich nur schlecht fotografieren und in Sichtbarkeit verwandeln. Beim EMS-Tag wollen wir Ihnen im Rahmen eines Workshops helfen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

EMS-Unternehmen haben ein besonderes Problem, das ihnen nur allzu bekannt ist: Sichtbarkeit – oder genauer das Fehlen von Sichtbarkeit. Denn die besten Leistungen der Unternehmen stecken oft in den Produkten ihrer Kunden. Wer neue Auftraggeber gewinnen, bestehende Kontakte reaktivieren oder als Unternehmen stärker wahrgenommen werden will, kann deshalb nur selten mit dem eigenen Produkt glänzen. Richtig sichtbar werden müssen stattdessen Kompetenz, Erfahrung, Menschen und Lösungen. Und das sind Dinge, die sich nicht einfach fotografieren lassen.

Wichtig ist aber, nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Denn für Sichtbarkeit benötigen die Dienstleister der EMS-Branche weder eine riesige Marketingabteilung noch ständig spektakuläre Erfolgsgeschichten. Oft steckt bereits im Arbeitsalltag genug Stoff, um auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen – man muss ihn nur erkennen und nutzen.

Genau darum geht es im Workshop „Sichtbarkeit mit Bordmitteln“ beim 24. EMS-Tag am 1. Oktober 2026 in Würzburg. Sandra Paggen-Breu, Jasmin Konnegen und Susanne Braun zeigen aus drei unterschiedlichen Perspektiven, welche Möglichkeiten gerade kleinere und mittelständische EMS-Unternehmen haben, ihre Arbeit und ihre Kompetenz sichtbarer zu machen.

LinkedIn: Sichtbarkeit ohne Dauerbeschallung

Als Geschäftsführerin der Paggen Werkzeugtechnik GmbH und Nachfolgerin im Familienunternehmen verbindet Sandra technische Praxis mit unternehmerischer Erfahrung. (Bild:  Paggen Werkzeugtechnik)
Als Geschäftsführerin der Paggen Werkzeugtechnik GmbH und Nachfolgerin im Familienunternehmen verbindet Sandra technische Praxis mit unternehmerischer Erfahrung.
(Bild: Paggen Werkzeugtechnik)

Sandra Paggen-Breu beschäftigt sich mit der Frage, worauf es bei LinkedIn wirklich ankommt. Wie können Unternehmen und die Menschen dahinter dort sichtbar werden? Welche Inhalte funktionieren und wie lässt sich mit überschaubarem Aufwand ein Netzwerk aufbauen und pflegen, das über das bloße Sammeln von Kontakten hinausgeht? Dabei soll es nicht darum gehen, möglichst viel zu posten. Entscheidend ist vielmehr, die eigenen Themen und Kompetenzen so zu präsentieren, dass sie für bestehende und potenzielle Kunden relevant werden. Und der erste Schritt zu einem erfolgreicheren LinkedIn-Auftritt geht wie so oft über das eigene Profil.

Gefunden werden: online und persönlich

Jasmin Konnegen (M. Eng.) ist Elektroingenieurin aus Leidenschaft, die die europäische Elektronikindustrie unterstützt, um unseren Wirtschaftsstandort durch Vernetzung, mehr Sichtbarkeit und Effizienz langfristig zu sichern.(Bild:  VCG / Stefan Bausewein)
Jasmin Konnegen (M. Eng.) ist Elektroingenieurin aus Leidenschaft, die die europäische Elektronikindustrie unterstützt, um unseren Wirtschaftsstandort durch Vernetzung, mehr Sichtbarkeit und Effizienz langfristig zu sichern.
(Bild: VCG / Stefan Bausewein)

Jasmin Konnegen nimmt zwei Orte in den Blick, an denen neue Geschäftsbeziehungen beginnen können: im persönlichen Austausch und bei der Suche im Netz. Gerade junge Tech-Unternehmen suchen Fertigungspartner häufig zunächst online. Wer dort mit seinen Leistungen nicht sichtbar wird, kommt als möglicher europäischer Partner unter Umständen gar nicht erst in Betracht – und schnell entsteht der Eindruck, für die Fertigung führe kein Weg an Asien vorbei. Im Workshop geht es deshalb darum, welche Grundlagen eine Website erfüllen sollte, damit potenzielle Neukunden verstehen, was ein EMS-Dienstleister leisten kann und er bei entsprechenden Suchanfragen auch gefunden wird. Gleichzeitig zeigt Konnegen, warum persönliche Vernetzung und Veranstaltungen weiterhin wichtig sind und wie Networking auch dann funktionieren kann, wenn man sich selbst nicht unbedingt als geborenen Networker sieht.

Fachmedien: Die Story im eigenen Unternehmen

Susanne Braun betrachtet Sichtbarkeit aus Sicht einer Fachredaktion. Denn auch ohne eigenes Produkt gibt es in einem EMS-Unternehmen zahlreiche mögliche Geschichten: besondere Fertigungsaufgaben, ungewöhnliche Problemlösungen, Erfahrungen mit neuen Technologien und Prozessen oder Entwicklungen, die gerade viele Unternehmen der Branche beschäftigen. Im Workshop geht es darum, solche Themen überhaupt erst zu erkennen und zu überlegen, wie daraus eine Geschichte werden kann. Und natürlich auch darum, was Fachredaktionen interessiert, wie man mit ihnen ins Gespräch kommt und wie ein Thema schließlich seinen Weg beispielsweise in die ELEKTRONIKPRAXIS finden kann.

Der Workshop soll vor allem Ideen liefern, die sich anschließend tatsächlich umsetzen lassen. Denn sichtbar zu werden beginnt nicht zwangsläufig mit einem großen Marketingbudget, sondern damit, zu erkennen, was man bereits zu erzählen hat.

Jetzt anmelden: EMS-Tag 2026

Sandra Paggen-Breu, Jasmin Konnegen und Susanne Braun zeigen am 1. Oktober 2026 beim EMS-Tag im Vogel Convention Center in Würzburg, wie EMS-Unternehmen mit den eigenen Bordmitteln mehr Sichtbarkeit schaffen können – auf LinkedIn, über persönliche Kontakte, mit einer besseren Auffindbarkeit im Netz und durch Themen, die ihren Weg in die Fachöffentlichkeit finden.

Wer schon am Vorabend, dem 30. September, dabei ist, kann beim Networking nicht nur die drei Referentinnen, sondern auch weitere Branchenvertreter persönlich kennenlernen, Kontakte auffrischen und neue knüpfen. (sb)

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Event-Tipp

Das Managementtreffen für die EMS-Branche

Der EMS-Tag gilt als eines der wichtigsten Managementtreffen der Branche, bei dem aktuelle Veränderungen, erfolgversprechende Strategien, generelle Managementfragen und wichtige technologische Entwicklungen in der Elektronikwelt analysiert und diskutiert werden. Das Programm bietet praxisorientierte Vorträge und interessante Einblicke in den EMS-Markt.

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