Hochspannungsnetzteil Präzises Hochspannungsnetzteil für Mess- und Prüfsysteme

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In Röntgensystemen, Massenspektrometern und Elektronenmikroskopen wirken sich kleinste Spannungsschwankungen direkt auf Messergebnisse und Prozessstabilität aus. Das neue Hochspannungsnetzteil Vantys von DBK soll deshalb schnelle Regelung, geringe Restwelligkeit und wartungsfreien Dauerbetrieb verbinden.

Vantys kombiniert eine hochpräzise DC-Hochspannungsversorgung mit einer besonders schnellen Regelung, flexiblen Schnittstellen und einer wartungsfreien Systemarchitektur(Bild:  DBK)
Vantys kombiniert eine hochpräzise DC-Hochspannungsversorgung mit einer besonders schnellen Regelung, flexiblen Schnittstellen und einer wartungsfreien Systemarchitektur
(Bild: DBK)

In Röntgen- und CT-Systemen wird für gewöhnlich Hochspannung benötigt, um Elektronen in der Röntgenröhre zu beschleunigen und dadurch Röntgenstrahlung zu erzeugen. Ähnliche Anforderungen gelten für Sicherheits- und Inspektionssysteme, etwa bei der Gepäckkontrolle am Flughafen. Und in Massenspektrometern und Elektronenmikroskopen beeinflusst die Hochspannung die Erzeugung, Beschleunigung und Führung von Ionen beziehungsweise Elektronen.

Um den Bedarf zu bedienen, erweitert DBK das Portfolio um das Hochspannungsnetzteil Vantys. Die Lösung stellt laut Hersteller präzise geregelte bipolare Gleichspannung für Mess-, Analyse- und Prüfsysteme bereit. Die Nominalspannung beträgt ± 2 kV; eine Ausführung mit ± 1 kV ist ebenfalls vorgesehen. Die Architektur lässt sich für Anwendungen bis 12 kV skalieren.

Vantys arbeitet mit einer 24-V-Gleichspannungsversorgung und erreicht die maximale Ausgangsspannung unter Volllast innerhalb von 0,5 s. Die Einstell- und Überwachungsgenauigkeit gibt DBK jeweils mit ±1 Prozent an. Der Ausgangsstrom beträgt bei 2 kV bis zu 6 mA und bei 1 kV bis zu 10 mA. Die Restwelligkeit liegt laut Datenblatt bei 400 mV Spitze-Spitze.

Für die Integration in bestehende Anlagen bietet Vantys analoge Schnittstellen für 0 bis 10 V beziehungsweise 4 bis 20 mA sowie eine RS232-Schnittstelle mit SCPI-kompatibler Ansteuerung. Dadurch lässt sich das Netzteil sowohl in automatisierte Prüfabläufe als auch in übergeordnete Mess- und Steuerungssysteme einbinden.

DBK setzt auf eine relaisfreie Halbleiterarchitektur, die mechanischen Verschleiß vermeiden soll. Integrierte Selbstdiagnose- und Safe-State-Funktionen erkennen laut Hersteller unter anderem Überlast, Kurzschluss, Überhitzung sowie Unter- und Überspannungen. Eine Nachkalibrierung im eingebauten Zustand soll den Wartungsaufwand zusätzlich reduzieren.

Das 163 mm × 76,5 mm × 35 mm große Edelstahlgehäuse wiegt rund 1 kg. DBK gibt eine validierte Lebensdauer von mindestens 50.000 Stunden an. Die Konformität mit EN 61010-1 und EN 61326-1 ist derzeit noch anhängig. Das Hochspannungsnetzteil ist laut Hersteller ab sofort mit einer Lieferzeit von acht bis zwölf Wochen verfügbar. (sb)

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