Predictive Maintenance mit Sensorfusion Fünf Messgrößen und Edge-KI sollen Maschinenfehler früher erkennen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Vibration allein reicht nicht immer, um den Zustand einer Maschine zuverlässig zu beurteilen. TDK erweitert deshalb seine Predictive-Maintenance-Plattform edgeRX um einen Sensorknoten, der Vibration, Schall, Magnetfeld, Temperatur und Rotationsbewegungen erfasst und die Daten per Edge-KI auswertet.

TDK erweitert die Predictive-Maintenance-Plattform edgeRX um einen Sensorknoten, der Vibration, Schall, Magnetfeld, Temperatur und Rotationsbewegungen erfasst.(Bild:  TDK)
TDK erweitert die Predictive-Maintenance-Plattform edgeRX um einen Sensorknoten, der Vibration, Schall, Magnetfeld, Temperatur und Rotationsbewegungen erfasst.
(Bild: TDK)

TDK erweitert seine Plattform zur industriellen Zustandsüberwachung um den Sensorknoten edgeRX Pro. Das am 19. August 2026 vorgestellte System kombiniert mehrere Sensortypen und verarbeitet deren Daten direkt am Edge. Ziel ist es, mehr Fehlerbilder industrieller Anlagen erfassen zu können als mit einer ausschließlich vibrationsbasierten Überwachung.

Entsprechend kombiniert der Sensorknoten Messungen von Vibration, Akustik, Magnetfeld, Temperatur und Rotationsbewegungen. Dazu integriert TDK unter anderem eine 6-Achsen-IMU, einen Magnetometer und ein digitales Mikrofon. Die zusätzliche Sensorik soll insbesondere Anomalien erfassen, die sich in Vibrationsdaten allein nur eingeschränkt erkennen oder voneinander unterscheiden lassen. Das Unternehmen nennt beispielsweise Druckluft- und andere Leckagen, akustische Auffälligkeiten, Ausrichtungsfehler sowie Anomalien an Lagern und Komponenten von Schienenfahrzeugen.

Sensorfusion erweitert die Zustandsüberwachung

Die Kombination verschiedener physikalischer Messgrößen ist vor allem für die Fehlerdiagnose interessant. Ein Lagerproblem kann sich beispielsweise sowohl durch charakteristische Schwingungen als auch durch akustische Veränderungen bemerkbar machen. Magnetfeldmessungen können zusätzliche Informationen über elektrische Maschinen liefern.

Statt jeden Sensorkanal isoliert zu betrachten, können die unterschiedlichen Daten damit gemeinsam für die Zustandsbewertung genutzt werden. Der edgeRX Pro führt dafür Analysen direkt auf dem Gerät aus. Gegenüber der bisherigen Plattform verspricht TDK höhere Abtastraten und leistungsfähigere KI-Modelle.

Die ursprüngliche edgeRX-Plattform arbeitete bereits mit Edge Computing und KI und erfasste unter anderem Vibrations- und Temperaturdaten. Die neue Pro-Version erweitert damit vornehmlich die Zahl der verfügbaren Eingangsgrößen.

Kabel oder bis zu zehn Jahre Batteriebetrieb

Für unterschiedliche Installationsszenarien kann der edgeRX Pro sowohl über eine Batterie als auch kabelgebunden über USB versorgt werden. Ist USB angeschlossen, wird die kabelgebundene Versorgung priorisiert. TDK nennt für den Batteriebetrieb eine mögliche Laufzeit von bis zu zehn Jahren; die tatsächlich erreichbare Laufzeit hängt naturgemäß vom jeweiligen Betriebs- und Messprofil ab.

Die kabelgebundene Variante ermöglicht insbesondere Anwendungen mit höheren Abtastraten und rechenintensiveren Analysemodellen. Der Batteriebetrieb zielt dagegen auf verteilte Installationen, bei denen Sensoren über längere Zeit ohne Wartung arbeiten sollen. Das Gehäuse ist nach IP67 ausgeführt. Als Einsatzgebiete nennt TDK unter anderem Fertigung, Energieversorgung, Öl- und Gas-Industrie, HVAC-Systeme sowie Lager- und Industrieanlagen. (sb)

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