Ausbau in Asien Infineon eröffnet neues Chip-Werk bei Bangkok

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Infineon stärkt mit einem neuen Backend-Werk südlich von Bangkok sein Produktionsnetzwerk. Der Standort soll wachsen und zugleich die Lieferketten des Halbleiterkonzerns widerstandsfähiger machen.

Infineon hat eine neue Fabrik im thailändischen Samut Prakan eröffnet. Derzeit sind an dem Standort südlich von Bangkok 350 Menschen beschäftigt, mit dem Hochlauf des ersten von fünf möglichen Modulen soll diese Zahl auf 1.000 steigen.(Bild:  Infineon)
Infineon hat eine neue Fabrik im thailändischen Samut Prakan eröffnet. Derzeit sind an dem Standort südlich von Bangkok 350 Menschen beschäftigt, mit dem Hochlauf des ersten von fünf möglichen Modulen soll diese Zahl auf 1.000 steigen.
(Bild: Infineon)

Infineon hat im thailändischen Samut Prakan südlich von Bangkok einen neuen Produktionsstandort eröffnet. In dem Werk werden Chips nach der Waferfertigung weiterverarbeitet, vereinzelt und getestet. Infineon hat nach eigenen Angaben bislang einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag beziehungsweise mehr als 100 Millionen Euro in die Fabrik investiert. Der Bau dauerte rund 14 Monate.

Derzeit arbeiten etwa 350 Beschäftigte an dem Standort. Mit dem Hochlauf des ersten von bis zu fünf geplanten Produktionsmodulen soll die Zahl auf rund 1.000 steigen. Zum Start verfügt das Werk über bis zu 30.000 Quadratmeter Reinraumfläche. Langfristig kann diese nach Unternehmensangaben auf bis zu 150.000 Quadratmeter erweitert werden. Damit habe der Standort das Potenzial, zum größten Backend-Werk von Infineon zu werden.

Standort soll Lieferketten widerstandsfähiger machen

Mit dem neuen Werk will Infineon sein globales Produktionsnetzwerk flexibler aufstellen und zusätzliche Ausweichmöglichkeiten schaffen. Sollte es beispielsweise an einem anderen asiatischen Standort zu Produktionsproblemen kommen, könnten Kapazitäten in Thailand genutzt werden. Zugleich verweist das Unternehmen auf die Nähe zu wichtigen Absatzmärkten wie China sowie auf das wachsende Halbleiter-Ökosystem in Südostasien. Das Werk ist der weltweit 13. Produktionsstandort von Infineon.

Thailand selbst will seine Rolle in der internationalen Halbleiterindustrie deutlich ausbauen. Bis 2030 sollen Investitionen von rund 18 Milliarden Dollar in Bereichen wie Leistungselektronik, Sensorik und Photonik angezogen werden. Zwischen 2023 und Juli 2026 flossen nach Regierungsangaben bereits Investitionen von umgerechnet mehr als 27 Milliarden Dollar in Halbleiter und fortschrittliche Elektronik. Zusätzlich sollen bis 2030 knapp 85.000 Fachkräfte und mehr als 1.700 Forschende für die Branche ausgebildet werden.(sg)

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