KI und Open Source DeepSeek und Huawei öffnen Programmierwerkzeuge für Ascend-Chips

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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DeepSeek und Huawei haben zentrale Programmierwerkzeuge für Ascend-KI-Chips unter Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Damit soll die Entwicklung auf Huaweis Hardware einfacher werden und die Abhängigkeit von Nvidias CUDA-Ökosystem sinken.

Open-Source-Tools für KI: DeepSeek und Huawei öffnen Programmierwerkzeuge für Ascend-Prozessoren und wollen damit Entwicklung, Chip-Kommunikation und KI-Berechnungen auf Huaweis Hardware vereinfachen - und eine stärkere Konkurrenz zu Nvidia eröffnen.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Open-Source-Tools für KI: DeepSeek und Huawei öffnen Programmierwerkzeuge für Ascend-Prozessoren und wollen damit Entwicklung, Chip-Kommunikation und KI-Berechnungen auf Huaweis Hardware vereinfachen - und eine stärkere Konkurrenz zu Nvidia eröffnen.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Der chinesische KI-Entwickler DeepSeek hat gemeinsam mit Huawei neue Programmierwerkzeuge für dessen Ascend-KI-Chips entwickelt und als Open Source veröffentlicht. Dazu gehören Bibliotheken für Rechenoperationen und die Kommunikation zwischen Chips sowie eine erweiterte Unterstützung der Hochsprache TileLang. Die Zusammenarbeit ist Teil der Bemühungen chinesischer Technologieunternehmen, Alternativen zum bislang dominierenden Hard- und Software-Ökosystem von Nvidia aufzubauen.

Nach Angaben von DeepSeek unterstützte Huawei die Entwicklung der neuen Infrastruktur umfassend. Beide Unternehmen arbeiteten zudem an der Optimierung eines sogenannten Supernode-Systems mit 128 Ascend-950-Chips. Dabei ging es sowohl darum, Rechenoperationen auf den einzelnen Prozessoren effizient auszuführen, als auch große Datenmengen schnell zwischen den Chips zu übertragen.

Zu den veröffentlichten Komponenten zählt DeepGEMM-Ascend. Die Bibliothek übernimmt unter anderem Matrixmultiplikationen, wie sie beim Training und Betrieb großer KI-Modelle benötigt werden, und unterstützt verschiedene Zahlenformate wie BF16, FP8 und FP4. DeepEP-Ascend ist dagegen für die Kommunikation zwischen Beschleunigern ausgelegt, etwa beim Verteilen und Zusammenführen von Daten in sogenannten Mixture-of-Experts-Modellen. Beide Bibliotheken wurden auf Ascend-950-Hardware entwickelt und getestet.

TileLang soll Programmierung vereinfachen

Eine wichtige Rolle spielt außerdem TileLang, eine quelloffene Hochsprache zur Entwicklung optimierter Rechenkerne für KI-Chips. DeepSeek zufolge soll sie Entwicklern einen einfacheren Zugang zur Hardware ermöglichen und zugleich deren Leistungsfähigkeit möglichst weit ausschöpfen. Die aktuelle Erweiterung bringt native Unterstützung für den Ascend 950 mit Funktionen wie Codegenerierung, automatischer Ablaufplanung und Synchronisation.

TileLang ist dabei nicht ausschließlich auf Huawei-Chips ausgerichtet. Die Sprache unterstützt auch Hardware anderer Anbieter, darunter Nvidia-GPUs. DeepSeek stellt den Ansatz dennoch als Baustein für ein eigenständigeres Software-Ökosystem dar. Die neuen Werkzeuge bauen auf Huaweis bestehender CANN-Plattform auf, die grundlegende Softwarefunktionen für den Betrieb von KI-Anwendungen auf Ascend-Prozessoren bereitstellt.

Die Veröffentlichung folgt rund zwei Wochen nach der Vorstellung einer neuen Generation von KI-Prozessoren und Supernode-Systemen durch Huawei. Der Konzern erwartet, dass seine Systeme ab 2027 verstärkt für das Training von KI-Modellen eingesetzt werden. DeepSeek und Huawei hatten bereits bei DeepSeeks Modellfamilie V4 zusammengearbeitet. Mit den nun veröffentlichten Entwicklerwerkzeugen soll die Ascend-Plattform auch auf Softwareseite breiter nutzbar werden und damit eine Alternative zu Nvidias etabliertem CUDA-Umfeld schaffen.

(sg)

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