OT-Cybersicherheit Fast die Hälfte aller Industrieunternehmen von Cybervorfällen betroffen

Von Manuel Christa 1 min Lesedauer

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46 Prozent der Industrieunternehmen melden Cyberangriffe. Dennoch vertrauen neun von zehn auf ihre Abwehr. So eine Studie von Rockwell Automation, die außerdem zeigt, wo die Risiken liegen.

IT-Security wird in OT-Umgebungen immer wichtiger: Die zunehmende Vernetzung von IT und OT schafft zusätzliche Angriffsflächen.(Bild:  KI-generiert)
IT-Security wird in OT-Umgebungen immer wichtiger: Die zunehmende Vernetzung von IT und OT schafft zusätzliche Angriffsflächen.
(Bild: KI-generiert)

Industrieunternehmen vernetzen ihre Anlagen, verbinden IT und OT und setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz. Damit wächst auch die Angriffsfläche für Cyberkriminelle. Wie groß die Risiken inzwischen sind, zeigt eine internationale Studie von Rockwell Automation: 46 Prozent der befragten Unternehmen waren innerhalb der vergangenen zwölf Monate von mindestens einem Cybervorfall betroffen. Gleichzeitig sind 90 Prozent zuversichtlich, einen solchen Vorfall eindämmen zu können.

Für den Bericht „Operational Resilience in the Age of Connectivity“ befragte das Marktforschungsunternehmen Sapio Research in Zusammenarbeit mit Rockwell Automation insgesamt 1.560 Führungskräfte aus 17 Ländern. Die Unternehmen stammen unter anderem aus der Automobil-, Halbleiter-, Energie-, Lebensmittel- und Life-Sciences-Industrie. Rund ein Drittel der Befragten zählt Cybersicherheitsrisiken zu den größten externen Wachstumshindernissen für die kommenden zwölf Monate. Nur der Fachkräftemangel wird häufiger genannt.

Schnittstellen zwischen IT und OT geraten ins Visier

Besonders kritisch sehen die Befragten die zunehmende Verzahnung von Unternehmens-IT und industrieller Betriebstechnik. Schnittstellen zwischen beiden Bereichen gelten nach den klassischen IT-Systemen und Unternehmensnetzwerken als die am stärksten durch Cybervorfälle gefährdeten Bereiche. Vernetzte Produktionsanlagen, Fernzugriffe und der unternehmensweite Austausch von Betriebsdaten schaffen zusätzliche potenzielle Einfallstore.

Die Unternehmen reagieren mit Investitionen. Bereits 62 Prozent haben Geld in Cybersicherheitsplattformen gesteckt, beispielsweise für die Inventarisierung vernetzter Geräte, Angriffserkennung und abgesicherte Fernzugriffe. Bei der von den Befragten wahrgenommenen Kapitalrendite liegt Cybersicherheit unter den Technologieinvestitionen auf dem zweiten Platz. Gleichzeitig erwarten 37 Prozent, dass eine besser abgesicherte IT/OT-Architektur in den kommenden fünf Jahren positive geschäftliche Auswirkungen haben wird. (mc)

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