Premiere auf dem ESE Kongress Erstmals Hackathon für Rust-Entwickler

Von Tobias Schlichtmeier 3 min Lesedauer

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Die Programmiersprache Rust gewinnt in der Embedded-Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Allerdings ist die Sprache für viele Entwickler immer noch Neuland. Daher findet in diesem Jahr auf dem ESE-Kongress erstmals ein sechsstündiger Rust-Hackathon statt.

Hand anlegen: Auf dem ESE Kongress 2026 können Entwickler erstmals auf einem Hackathon ihre Kenntnisse und ihren Erfindungsreichtum auf einem Rust-Hackathon direkt unter Beweis stellen.(Bild:  Nicolas Det / VCG)
Hand anlegen: Auf dem ESE Kongress 2026 können Entwickler erstmals auf einem Hackathon ihre Kenntnisse und ihren Erfindungsreichtum auf einem Rust-Hackathon direkt unter Beweis stellen.
(Bild: Nicolas Det / VCG)

Der ESE-Hackathon „Sensorapplikationen mit Embedded-Rust entwickeln“ findet am 30. November ab 09:30 in Sindelfingen im Zuge des ESE-Kongresses statt unter Anleitung erfahrener Embedded-Rust-Entwickler statt. Teilnehmen können alle Entwickler mit ersten Rust-Erfahrungen sowie erfahrene C/C++-Programmierer, die Rust in der Praxis kennenlernen möchten. Ziel des Hackathons ist das gemeinsame Entwickeln eines ersten Rust-Projektes sowie der Erfahrungsaustausch.

Ziel: Erfassen der Luftqualität des Kongressgeländes

Konkret lautet die Aufgabe des Hackathons in kleinen Teams mit Rust, Embassy und async eine Applikation zum Erfassen und Darstellen der Luftqualität auf dem Kongressgelände zu entwickeln. Als Plattform dient hierbei das eigens für den Hackathon bereitgestellte „ESE 2026 Rust Devboard“, das die Teilnehmenden am Ende des Hackathons behalten dürfen. Es basiert auf dem RP2354-Mikrocontroller von Raspberry Pi mit Arm-Cortex-M33-Kern, dem Bosch-BME690-Gassensor sowie dem 0,96 Zoll OLED-SSD1306-Display mit 128 x 64 Pixel. Zusätzlich bieten diverse Buttons, eine integrierte Debug-Probe sowie steckbare Peripherie Spielraum bei der Umsetzung.

Im Zuge des Projekts arbeiten die Teilnehmenden direkt mit Mikrocontroller, Sensorik und Display und beschäftigen sich unter anderem mit Sensortreibern, Hardwareansteuerung und Programmierung. Die Teilnehmenden entscheiden dabei selbst, wie Sie die aufgenommenen Messwerte aufbereiten und darstellen und die Bedienung gestalten möchten.

Rust im Alltag einsetzen können

Vier erfahrene Embedded-Rust-Entwickler von SystemScape und SSV Software begleiten die Teilnehmenden während des gesamten Hackathons und unterstützen bei technischen Fragen. So bietet der Hackathon die Möglichkeit, typische Konzepte von Rust nicht nur in der Theorie kennenzulernen, sondern direkt auf einer lauffähigen Hardware umzusetzen. Hierzu zählt unter anderem der Fearless-Concurrency-Ansatz. Er hilft dabei, nebenläufigen Code so zu entwickeln, dass viele typische Fehler bereits durch das Typsystem verhindert werden.

Die besten, pfiffigsten oder gelungensten Lösungen werden ausgezeichnet: Zum Abschluss des Hackathons bewertet ein Expertengremium die jeweiligen Sensorlösungen und kürt die besten Embedded-Rust-Hacker. Die Jury besteht aus Andreas Klinger, selbstständiger Trainer und mehrfach ausgezeichneter Best Speaker des ESE Kongresses; Jürgen Fitschen, Leiter der Abteilung Forschung, Entwicklung und Innovation bei SSV Software Systems; sowie Sebastian Gerstl, Fachredakteur Embedded-Systeme und Embedded Software Engineering bei Vogel Communications Group.

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Das Programm des ESE Kongress umfasst 96 Vorträge, 21 Seminare und 3 Keynotes. Seien Sie dabei, wenn sich die Embedded-Software-Community trifft, und nutzen Sie Diskussionen und Expertengespräche für einen ergiebigen Wissenstransfer und erfolgreiches Networken. Während der vier Kongresstage erwartet Sie zudem eine große Fachausstellung mit den führenden Firmen der Branche. Erfahren Sie alles über die neuesten Trends, Herausforderungen und Lösungen im Embedded Software Engineering, von KI, Safety und Security bis hin zu Management und Innovation.

Wer teilnehmen möchte, sollte gute Programmierkenntnisse in C/C++ oder einer vergleichbaren Sprache mitbringen. Hilfreich sind zudem erste Erfahrungen mit Rust, jedoch sind sie keine Voraussetzung für die Teilnahme. Weiterhin benötigen die Teilnehmenden ein vorbereitetes Notebook mit installierter Rust-Toolchain, ein USB-C-Kabel sowie einen GitHub-Account für die Zusammenarbeit im Team. Nach den sechs Stunden können die Teilnehmenden aus eigener Erfahrung einschätzen, wie sich Rust im Embedded-Alltag einsetzen lässt. Das erworbene Wissen lässt sich anschließend auch auf andere Cortex-M-Plattformen übertragen.

Die wichtigsten Facts zum ESE-Hackathon:

  • Wo: ESE-Kongress, Sindelfingen (ese-kongress.de)
  • Wann: 30. November 09:30 – 17:10 Uhr
  • Thema: Sensorapplikation mit Embedded Rust entwickeln
  • Referenten: Julian Dickert, Joel Schulz-Andres, Systemscape (systemscape.de)
  • Technologien: Rust, Embassy, async, Raspberry Pi RP2354, Bosch BME690
  • Teilnehmerzahl: max. 40

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