Kleiner werdende Infrarot-LEDs finden auch Platz in mobilen Endgeräten. Interessant sind sie für biometrische Anwendungen als VCSEL-Dioden, die ihr Licht senkrecht zur Oberfläche abstrahlen. Sie stoßen auf Interesse im Markt.
Mit einem Oberflächenemitter (VCSEL) lässt sich das menschliche Gesicht mit infrarotem Licht abtasten. Da die Dioden wenig Platz und Energie benötigen, eignen sie sich für mobile Anwendungen.
(Bild: Osram Opto Semiconductors)
Sichtbares Licht dient bei mobilen Endgeräten wie Smartphone, Tablet oder Wearable zur Beleuchtung des Displays oder für das Blitzlicht. Für die Gestenerkennung, Iris-Scan oder Gesichtserkennung nutzen Hersteller das vom Menschen nicht sichtbare Infrarot-Licht. Hintergrund: Biometrische Methoden sind zuverlässig und sicher, wenn sich Benutzer identifizieren müssen. Gerade als eine Alternative zu komplexem Passwortmanagement garantieren biometrische Methoden für die Sicherheit mobiler Geräte, die Zugangskontrolle und zunehmend auch die Authentifizierung von mobilen Zahlungen und andere Transaktionen.
Der Bedarf an diesen Lösungen wird dadurch verstärkt, dass die Nutzer zunehmend alle Aspekte ihres digitalen Lebens über Smartphones und mobile Geräte verwalten. Voraussetzung für die biometrische Analytik ist die menschliche Charakteristika: Dazu gehören spezifische Strukturen der Iris, Gesichtszüge oder Fingerabdrücke. Sensoren identifizieren die Merkmale und vergleichen sie mit zuvor gespeicherten biometrischen Daten. Für die zuverlässige Funktion in mobilen Geräten ist Infrarotlicht erforderlich, um den Zielbereich gleichmäßig auszuleuchten. Dank der immer kleiner werdenden Infrarot-LEDs nimmt auch ihr Einsatz in mobilen Endgeräten zu.
VCSEL-Technik und ihr Einsatz
Osram Opto Semiconductor setzt beispielsweise auf die VCSEL-Technik (Vertical Cavitiy Surface Emitting Laser). Sie ist keine neue Erfindung, und wurde in der Vergangenheit hauptsächlich zur Datenkommunikation eingesetzt. Aktuell ergeben sich eine Vielzahl an neuen Anwendungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Märkten. Ein VCSEL strahlt das Licht senkrecht zur Oberfläche des Halbleiterchips (Oberflächenemitter) ab, im Gegensatz zu kantenemittierenden Laserdioden, bei denen das Licht an der Flanke des Bauteils austritt. Entscheidende Merkmale der Oberflächenemitter sind die im Vergleich zu Kantenemittern geringeren Produktionskosten und die bessere Strahlqualität bei geringerer Ausgangsleistung.
Als oberflächenmontierbares Bauteil kombiniert der VCSEL sozusagen die Eigenschaften einer LED mit denen eines Lasers. Die Technik kann auch als VCSEL-Array verwendet werden. Hierbei handelt es sich um einen Verbund von mehreren hundert oder sogar tausend VCSELs. Eine Platine kann beispielsweise mit 500 einzelnen Aperturen die auf 1 mm x 1 mm Chipfläche Platz finden. Vergleichbar mit der Montage einer normalen LED kann der VCSEL einfach ins Gehäuse geklebt werden.
Großer Markt für 3D-Sensorik erwartet
Die VCSEL-Technik eignet sich in Smartphones, Drohnen und AR/VR-Geräten, bei denen eine Hochgeschwindigkeitsmodulation von Vorteil ist. 3D-Sensoranwendungen wie die Gesichtserkennung, insbesondere für Endverbrauchergeräte, werden als wichtige Markttreiber angesehen. Nach Schätzungen von LEDinside lag der globale Markt für Infrarot-Laserprojektoren für mobile 3D-Sensorik im Jahr 2017 bei 246 Mio. US-Dollar und wird bis 2020 auf rund 1,953 Mrd. US-Dollar wachsen. Bei Mobilgeräten wird die 3D-Sensorik für Structured-Light- und Time-of-Flight- (ToF-) Messungen angewandt. Ein aktuelles Smartphone-Modell verwendet strukturiertes Licht und sein Punktprojektor erzeugt mehrere zehntausend Infrarot- (IR-)Lichtpunkte auf dem Gesicht. Anschließend empfängt eine Infrarotkamera das vom Gesicht reflektierte Licht, um eine dreidimensionales Abbild des Gesichts zu erzeugen.
Weitere Anwendungsgebiete sind Autofokus- und Näherungsfunktionen in Kameras, insbesondere in Smartphone-Kameras. 3D-Sensorik wird aber auch bei Augmented (AR) und Virtual Reality (VR) Lösungen integriert, beispielsweise in Smart Glasses, zukünftigen Smartphones und anderen mobile Geräten, einschließlich Drohnen. Aufgrund des geringen Platzes, den niedrigen Kosten, optischer Wirkungsgrad, geringer Stromverbrauch, Wellenlängenstabilität und hohe Modulationsraten, könnte die VCSEL-Technik der Schlüssel zu einem breiteren Einsatz von Anwendungen wie der 3D-Sensorik im Massenmarkt sein.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.