Beschaffung Intel Xeon 6+: hohe Core-Dichte mit hardwarebasierter Energietelemetrie für Rechenzentren

Von Margit Kuther 2 min Lesedauer

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KI und sonstige datenintensive Workloads treiben die Leistungsdichte in Rechenzentren nach oben. Gleichzeitig werden Energieversorgung und Kühlung zunehmend zu limitierenden Faktoren. Die Lösung sind Prozessorplattformen, die Performance mit effizienter Ressourcennutzung verbinden und Transparenz über den Energiebedarf schaffen.

Intel Xeon 6+: Mehr Rechenleistung pro Watt im Rechenzentrum(Bild:  Intel)
Intel Xeon 6+: Mehr Rechenleistung pro Watt im Rechenzentrum
(Bild: Intel)

Hier setzen Intels neue Prozessoren Xeon 6+ an. Sie basieren erstmals bei einer Intel-Data-Center-CPU auf dem Intel-18A-Prozess und sind für Cloud-, Netzwerk- und KI-Anwendungen ausgelegt.

Hohe Core-Dichte und schnelle Speicheranbindung

Die Prozessoren Xeon 6+ (alias Clearwater) bieten bis zu 288 Efficient-Cores und laut Intel bis zu 2,5-mal mehr Performance gegenüber der Vorgängergeneration. Zwölf Speicherkanäle unterstützen DDR5-8000 als klassische RDIMMs und stellen hohe Bandbreite für datenintensive Systeme bereit. Für schnelle Datenübertragungen stehen 96 PCIe-Gen-5-Lanes sowie CXL-Unterstützung zur Verfügung. Damit adressiert die Plattform hohe Parallelität, große Datenmengen und Anforderungen an vorhersehbare Latenzen.

Für Systementwickler interessant ist zudem die Plattformkompatibilität: Xeon 6+ nutzt dasselbe Package wie bestehende Xeon-6900P-Prozessoren. Somit lassen sich damit vorhandene Boards und Plattformen weiterhin einsetzen. Integrierte Sicherheitsfunktionen wie Intel SGX und Intel TDX unterstützen vertrauliche und mandantenfähige Umgebungen.

Vorteile für Entwickler: Energiebedarf präzise analysieren

Mit Intels Application Energy Telemetry (AET) ergänzt Intel die Prozessorplattform um eine hardwarebasierte Analyse des Energieverbrauchs. Die mit Xeon 6+ eingeführte Funktion ermittelt Energie- und CPU-Aktivitätsdaten direkt in der Hardware, statt sie aus Auslastungsdaten oder Softwaremodellen abzuleiten. Die Analyse reicht von Microservices, Containern und virtuellen Maschinen bis hin zu einzelnen Software-Threads.

So können Entwickler ineffiziente Codepfade erkennen und überprüfen, wie sich Optimierungen auf den Energiebedarf auswirken. AET basiert auf Intels Platform Monitoring Technology (PMT) und unterstützt In-Band- sowie Out-of-Band-Zugriffe. Dadurch lässt sich die Telemetrie in bestehende Monitoring-, Orchestrierungs- und Plattformmanagement-Umgebungen integrieren.

Einsatzbereiche

  • Cloud-native und hochparallelisierte Anwendungen
  • KI- und datenintensive Anwendungen
  • Rechenzentren und Colocation-Infrastrukturen
  • Cloud- und Hyperscale-Plattformen
  • Telekommunikations- und 5G-Netze
  • Enterprise-IT und HPC-Systeme
  • virtualisierte und mandantenfähige Umgebungen

Speziell bei begrenzten Energiebudgets unterstützt die Kombination aus hoher Core-Dichte und detaillierter Telemetrie eine gezieltere Platzierung von Rechenlasten und eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen. Die Bauteile sind über Rutronik verfügbar.  (mk)

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