Europäische Quantensoftware EU-Projekt EuroQSS soll einheitlichen Quanten-Software-Stack schaffen

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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13 Partner aus sieben europäischen Ländern entwickeln unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für kognitive Systeme (IKS) mit EuroQSS eine offene Software-Infrastruktur für hybride Quanten- und HPC-Anwendungen.

Das europäische Forschungs- und Innovationsprojekt EuroQSS zielt darauf ab, einen offenen, interoperablen Quanten-Software-Stack zu entwickeln, der Hardware-Spezifikationen mit Abstraktion in Einklang bringt. Diese Infrastruktur soll hybride Arbeitsabläufe über verschiedene Quantencomputer und klassische Hochleistungs-Rechnersysteme hinweg unterstützen.(Bild:  Fraunhofer IKS)
Das europäische Forschungs- und Innovationsprojekt EuroQSS zielt darauf ab, einen offenen, interoperablen Quanten-Software-Stack zu entwickeln, der Hardware-Spezifikationen mit Abstraktion in Einklang bringt. Diese Infrastruktur soll hybride Arbeitsabläufe über verschiedene Quantencomputer und klassische Hochleistungs-Rechnersysteme hinweg unterstützen.
(Bild: Fraunhofer IKS)

Mit dem Forschungsprojekt EuroQSS (Universal European Quantum Software Stack) wollen 13 Partner aus Industrie und Wissenschaft eine gemeinsame Software-Infrastruktur für Quantencomputer entwickeln. Ziel ist ein offener und interoperabler Software-Stack, der unterschiedliche Quantenhardware sowie klassische Hochleistungsrechner in einer einheitlichen Entwicklungs- und Laufzeitumgebung zusammenführt. Das Projekt startet im Oktober 2026 und läuft bis Ende September 2029.

EuroQSS soll dabei die Besonderheiten verschiedener Quantencomputer gegenüber den Anwendern möglichst weit abstrahieren. Unternehmen und Forschungseinrichtungen sollen Anwendungen dadurch über unterschiedliche Hardware-Plattformen hinweg einsetzen können, ohne sie jeweils umfassend anpassen zu müssen. Gleichzeitig soll die Infrastruktur hybride Workflows unterstützen, bei denen klassische und quantenbasierte Rechenverfahren miteinander kombiniert werden.

Vorbereitung auf fehlertolerante Quantencomputer

Der Software-Stack soll zudem auf künftige fehlertolerante Quantencomputer vorbereitet werden und zu europäischen Standardisierungsaktivitäten für Quantensoftware beitragen. Das Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS in Garching koordiniert EuroQSS und beschäftigt sich innerhalb des Projekts unter anderem mit hybriden quanten-klassischen Anwendungen sowie anwendungsorientiertem Benchmarking. Das Fraunhofer ITWM in Kaiserslautern arbeitet unter anderem am Hybrid-Computing-Framework, an Compilerfunktionen und an der Integration von Verfahren zur Quantenfehlerkorrektur.

An EuroQSS beteiligen sich Organisationen aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Spanien, Schweden, Finnland und Tschechien. Zu den Partnern gehören unter anderem Fraunhofer, Airbus, HQS Quantum Simulations, Alice & Bob, Quandela, AQT, Chalmers University of Technology und IQM Finland. Die Europäische Union fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt mit rund fünf Millionen Euro.(sg)

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