Erfolgreich im Wachstumsmarkt Infineon-Chef: Keine Angst vor Abschwung bei Chipnachfrage

Quelle: dpa

Weltweit die Pole-Position im Wachstumsmarkt für Leistungshalbleiter und ein Auftragsbestand in dreifacher Höhe des Jahresumsatzes: Es läuft für Infineon. Entsprechend gut gelaunt schaut Konzernchef Jochen Hanebeck nach vorn.

Freuen sich über überaus erfolgreiche Geschäfte: Die Mitglieder der Infineon-Geschäftsführung Andreas Urschitz (CMO), Dr. Sven Schneider (CFO), Jochen Hanebeck (CEO), Constanze Hufenbecher (CDTO) und Dr. Rutger Wijburg (COO) (von links nach rechts).
Freuen sich über überaus erfolgreiche Geschäfte: Die Mitglieder der Infineon-Geschäftsführung Andreas Urschitz (CMO), Dr. Sven Schneider (CFO), Jochen Hanebeck (CEO), Constanze Hufenbecher (CDTO) und Dr. Rutger Wijburg (COO) (von links nach rechts).
(Bild: WWW.tobias-eble.de)

Der Chipmangel lässt in einigen Bereichen zwar nach, doch bei Infineon sorgt man sich nicht um die Auslastung der gerade angekündigten neuen Fabrik in Dresden. Im für Infineon wichtigen Bereich der Leistungshalbleiter könne es sogar noch zu einer verstärkten Knappheit in den nächsten Jahren kommen, sagte Konzernchef Jochen Hanebeck am Dienstag bei der Vorlage der Jahreszahlen des Chipherstellers. Hier macht sich der steigende Bedarf für erneuerbare Energien bemerkbar. In anderen Bereichen sehe man inzwischen aber eine schwächere Nachfrage und teilweise bereits wieder ein Überangebot.

Infineon hatte am Montag den geplanten Bau einer neuen Fabrik in Dresden für den Rekordwert von 5 Milliarden Euro angekündigt, die im Herbst 2026 in Betrieb gehen soll. Sollte die Nachfrage bis dahin zurückgehen, könne man die Fabrik auch langsamer mit Maschinen ausrüsten, sagte Hanebeck.

Hoher Auftragsbestand sorgt für guten Schlaf

Grundsätzlich ist man bei Infineon angesichts eines Auftragsbestandes von rund 43 Milliarden Euro – das ist fast das Dreifache des Jahresumsatzes – allerdings zuversichtlich. Zwar hat das Unternehmen immer wieder darauf hingewiesen, dass die Zahl sicher auch Mehrfachbestellungen enthalte. Bisher sehe man aber keine größere Stornierungswelle. „Selbst wenn dieser Auftragsbestand sich halbiert, schlafen wir noch sehr gut“, sagte Hanebeck.

Die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr hatte Infineon bereits am Montagnachmittag vorgelegt. Das abgelaufene Jahr hat dem Unternehmen Rekorde bei Umsatz und Gewinn beschert. Auch für die Zukunft ist man in Neubiberg zuversichtlich und hat die eigenen Ziele für Umsatzwachstum und Profitabilität erhöht. Infineon gehe „mit voller Kraft voraus“, sagte Hanebeck. (me)

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