Verbandsarbeit Daniel Hager wird neuer ZVEI-Präsident

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Der Vorstand des ZVEI hat Daniel Hager für drei Jahre zum neuen Präsidenten gewählt. Hager fordert politische Reformen, mehr Gestaltungsfreiräume für KI und einen Ausbau des europäischen Mikroelektronik-Ökosystems.

ZVEI-Präsident Daniel Hager(Bild:  ZVEI/Alexander Grüber)
ZVEI-Präsident Daniel Hager
(Bild: ZVEI/Alexander Grüber)

Der ZVEI hat eine neue Verbandsspitze: Daniel Hager wurde am 20. Mai 2026 vom Vorstand für drei Jahre zum Präsidenten des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie gewählt. Der 54-Jährige ist seit 15 Jahren im Verband aktiv – unter anderem als Vorsitzender des Fachverbands Elektroinstallationssysteme und der Plattform Gebäude. Hauptberuflich ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Hager Group.

In seiner Eröffnungsrede skizzierte Hager seine Agenda: mehr politisches Gewicht für die Elektro- und Digitalindustrie, Abbau regulatorischer Hürden für KI und eine stärkere technologische Souveränität Europas. An Bundeskanzler Merz richtete er den Appell, politischen Stillstand zu überwinden und überfällige Reformen bei Rente, Arbeitszeit und Sozialkosten einzuleiten.

KI: Gestaltungsfreiräume statt Doppelregulierung

Ein Schwerpunkt seiner Antrittsrede war der Umgang mit künstlicher Intelligenz. Während die USA und China an Tempo zulegten, diskutiere Europa Regeln, die Innovation ausbremsten. „Eine Stärke der deutschen Elektro- und Digitalindustrie liegt in der Entwicklung von KI für industrielle Anwendungen – für Roboter, Prozessindustrie, Stromnetze oder Gebäude und vieles mehr. Um sie auszuspielen, brauchen wir mehr Gestaltungsfreiräume“, sagte Hager. Den jüngst im Trilog gefundenen Kompromiss zum KI-Omnibus bezeichnete er als erhebliche Verbesserung, mahnte aber weiteren Handlungsbedarf an: Auch bei Medizinprodukten müsse Doppelregulierung abgeschafft werden.

Mikroelektronik als Schlüsselbranche

Hager betonte die strategische Bedeutung technologischer Exzellenz für Europa und insbesondere in der Mikroelektronik. Einer neuen ZVEI-Studie zufolge verdoppelt sich der Halbleiterbedarf in Europa bis 2040. „Auf die steigenden Bedarfe muss Europa schnell reagieren und sein Mikroelektronik-Ökosystem stärken“, forderte er. „Bei Schlüsseltechnologien darf Europa nicht in einseitige Abhängigkeiten rutschen.“

Auch auf der Energieseite sieht Hager Handlungsbedarf: Er sprach sich für eine Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß aus – wie im Koalitionsvertrag angekündigt und von der EU-Kommission gefordert. ZVEI-Umfragen zeigten, dass die Attraktivität elektrischer Mobilität und Wärme eng mit dem Strompreis korreliere. (sb)

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