Hohes Wachstumspotenzial für Elektro- und Digitalindustrie Elektro- und Digitalindustrie ist die Schlüsselbranche mit dem größten Wachstumspotenzial

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Eine neue Transformationspfade-Studie von IW Consult und BDI zeigt, dass kein Industriezweig in Deutschland bis 2035 mehr Wachstumspotenzial als die Elektro- und Digitalindustrie bietet. Der ZVEI legt dazu seine „Agenda für die Industrie von morgen“ vor und fordert entschlossene politische Reformen.

Verbände sehen in der Elektro- und Digitalindustrie bis zum Jahr 2035 das größte Wachstumspotenzial (Symbolbild).(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Verbände sehen in der Elektro- und Digitalindustrie bis zum Jahr 2035 das größte Wachstumspotenzial (Symbolbild).
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Im Rahmen der aktuellen Transformationspfade-Studie der Wirtschaftsforscher von IW Consult und des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) kommen die Autoren zum Schluss, dass die Elektro- und Digitalindustrie in den kommenden zehn Jahren in Deutschland das größte Wachstumspotenzial bietet.

Potenzialprognosen unterschiedlicher Industriezweige in Deutschland bis zum Jahr 2035 von IW Consult und BDI.(Bild:  ZVEI)
Potenzialprognosen unterschiedlicher Industriezweige in Deutschland bis zum Jahr 2035 von IW Consult und BDI.
(Bild: ZVEI)

Die Branche profitiert dabei vornehmlich von globalen Entwicklungen rund um Elektrifizierung und Digitalisierung; das beginnt bei KI-gestützter Prozessautomation, geht über alternative Antriebe und betrifft schließlich auch die angestrebte Energiewende. In all diesen Bereichen „sind unsere Unternehmen mit ihren Lösungen in diesen Wachstumsfeldern unterwegs – das macht die Elektro- und Digitalindustrie zur Schlüsselbranche der Zukunft“, schlussfolgert ZVEI-Präsident Gunther Kegel. Mit Blick auf 2035 könnte sich die Wertschöpfung der Branche in Deutschland verdoppeln und damit auf 182 Milliarden Euro anwachsen. Damit läge sie deutlich vor allen anderen Industriesektoren.

Querschnittstechnologien sichern Wettbewerbsvorteile

Die Studie von IW Consult und BDI und das Positionspapier des ZVEI unterstreichen die Bedeutung der Branche als Anbieter von Querschnittstechnologien. Ob in Industrieautomation, Robotik, Mikroelektronik oder Energietechnik: Schlüsselkomponenten aus der Elektro- und Digitalindustrie treiben Effizienz und digitale Transformation in nahezu allen Anwenderindustrien. Bereits heute stammen ein Fünftel des Branchenumsatzes aus Produktneuheiten, fast ein Viertel aller F+E-Aufwendungen des Verarbeitenden Gewerbes aus dieser Branche.

ZVEI fordert „Reformen mit Wucht“

Damit das Potenzial gehoben werden kann, werden Maßnahmen benötigt. Deswegen legt der ZVEI seine „Agenda für die Industrie von morgen“ vor. Sie adressiert zentrale Wachstumsfelder wie industrielle KI, Robotik, Elektrifizierung, Mikroelektronik, Sicherheit und Medizintechnik und benennt konkrete politische Handlungsfelder. Gefordert werden u. a.:

  • Abbau von Überregulierung und Bürokratie,
  • Beschleunigung von Genehmigungen und Infrastrukturprojekten,
  • Sicherung von Rohstoffen und resilienten Lieferketten,
  • steuerliche Förderung von Forschung, Entwicklung und Normung, sowie
  • eine industrie- und innovationsfreundliche Regulierungspolitik.

„Die Bundesregierung muss entschlossener handeln als bisher. Wir brauchen Reformen mit Wucht, der beschlossene Innovationsbooster reicht erkennbar nicht aus“, mahnt Kegel.

Drittgrößter heimischer Industriesektor – schon heute

Mit rund 900.000 Beschäftigten, 220 Milliarden Euro Umsatz (2024) und einem Anteil von einem Siebtel an der gesamten industriellen Wertschöpfung ist die Elektro- und Digitalindustrie bereits heute die drittgrößte Industriebranche in Deutschland nach Automobil und Maschinenbau. Indirekt schafft sie zusätzliche Wertschöpfung in Zuliefer- und Dienstleistungsbranchen. Damit trägt sie nicht nur maßgeblich zur wirtschaftlichen Stärke bei, sondern auch zur technologischen Souveränität Europas. Das gesamte Positionspapier können Sie beim ZVEI herunterladen und lesen. (sb)

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