Multi-Protokoll-IoT Arduino vereint mit Nesso N1 mehrere Funkstandards auf einer Platine

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Nesso N1 von Arduino ist ein kompaktes Entwicklungssystem, das sich für Prototypen ebenso eignet wie für kleine vernetzte Geräte im Feld. Das System soll Projekte beschleunigen, die mehrere Funkstandards und eine direkte Nutzerinteraktion brauchen.

Arduino zeigt mit dem Nesso N1 ein kompaktes IoT-Kit, das den ESP32-C6 mit zusätzlichem Lora-Modul und mehreren Funkprotokollen in einem handlichen Gehäuse bündelt.(Bild:  Arduino)
Arduino zeigt mit dem Nesso N1 ein kompaktes IoT-Kit, das den ESP32-C6 mit zusätzlichem Lora-Modul und mehreren Funkprotokollen in einem handlichen Gehäuse bündelt.
(Bild: Arduino)

Der Nesso N1 setzt auf den ESP32-C6 und kombiniert ihn mit einem 1,14-Zoll-Touchscreen, programmierbaren Tasten, einem Akku und verschiedenen Sensoren. Das Gehäuse kommt vormontiert, sodass Entwickler sofort loslegen können.

Unterschiedliche Einsatzfelder: Smart Home, Industrie, Landwirtschaft

Der kleine Rechner kann als Steuerzentrale im Smart Home dienen, im Industriebereich Messwerte sammeln oder in der Landwirtschaft Sensordaten auswerten. Der Hersteller betont vor allem die Vielseitigkeit: Bluetooth 5.3, Thread 1.4, Zigbee 3.0, Matter und Lora zwischen 850 und 960 MHz stehen bereit. Dazu kommen IMU, IR-Sender, RGB-LED, Buzzer sowie 16 MB Flash und 512 kB SRAM.

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Mit Arduino Cloud unterstützt das Gerät auch Fernzugriff und Visualisierungen. Über USB-C, Grove und Qwiic lassen sich Modulino-Nodes oder Module von Drittanbietern anbinden. Die Hardware stammt von M5Stack, der Software-Stack aus dem Arduino-Ökosystem. Die Kombination zielt auf Anwender, die schnell Testaufbauten erstellen wollen, ohne sich durch mechanische oder elektrotechnische Details zu arbeiten.

Flexible Entwicklungsumgebung

Der Nesso N1 lässt sich mit Arduino IDE programmieren, alternativ mit MicroPython oder UIFlow. Damit richtet sich das Kit an Bastler, Studierende und professionelle Anwender, die unterschiedliche Workflows bevorzugen. Laut Hersteller passt das Gerät in Szenarien, in denen Geräte nah an der Datenquelle arbeiten und mehrere Protokolle unterstützen müssen.

In der Praxis bedeutet das: Ein einzelnes Gerät kann eine Lora-Messstelle im Feld ansprechen, gleichzeitig als Thread-Knoten fungieren und über Zigbee oder Matter in ein bestehendes Gebäude- oder Gateway-Setup eingebunden sein. Das erleichtert Prototypen, bei denen Entwickler verschiedene Funkwege testen müssen, bevor sie sich für ein Design entscheiden.

Arduino Nesso N1
Mikrocontroller Espressif ESP32-C6 mit RISC-V-Core
Speicher 16 MB NOR-Flash, 512 kB SRAM
Display 1,14"-Touchscreen
Bedienelemente 2 programmierbare Tasten, 1 Power/Reset/Boot-Taste
Funkstandards 2,4 GHz WLAN 6, Bluetooth 5.3, 802.15.4 Thread 1.4, Zigbee 3.0, LoRa (850–960 MHz, SX1262)
Sensorik und I/O 6-Achsen-IMU, IR-Sender, RGB-LED, passiver Buzzer
Schnittstellen USB-C, Grove-Connector, Qwiic-Connector
Energieversorgung Integrierter Lithium-Polymer-Akku, Eingang 5 V über USB-C
Abmessungen (B × L) 18 mm × 45 mm

Mehr als ein Lernwerkzeug

Auch in der Ausbildung soll der Nesso N1 eine Rolle spielen. Lernende können Sensordaten erfassen, Visualisierungen erstellen und eigene IoT-Projekte umsetzen, ohne zusätzliche Hardware beschaffen zu müssen. Für Forschungsteams wird das Gerät interessant, wenn sie Messreihen schnell aufbauen oder Protokollvarianten vergleichen wollen.

Durch das geschlossene Gehäuse und den integrierten Akku eignet sich das Kit für mobile Szenarien. Arduino spricht von einem „pocket-sized powerhouse“, bleibt aber bei konkreten Leistungsversprechen vorsichtig. Entscheidend ist weniger die Rechenleistung, sondern die Kombination aus Display, Sensorik, Akku und Multi-Protokoll-Funk in einem einzigen Gerät.

Die Produktseite im Arduino Store nennt einen Preis von knapp 50 Euro, liefert die vollständigen technischen Daten und verweist auf Dokumentation in Arduino Docs.(mc)

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