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Modulare und skalierbare Produktfamilien
Das Motto für die Yellobrik-Module lautet „No Manual needed“ – denn alle wichtigen Anschluss-Informationen sind direkt auf dem Gehäuse aufgedruckt (Bild 2). Die Serie umfasst SDI/HDMI- und HDMI/SD-Konverter, Sync-Puls-Generatoren, Verteil-Verstärker und Audio-Embedder/Deembedder. Zum Portfolio gehören auch Lösungen für die Umsetzung von Ethernet auf Glasfaser sowie optische Splitter und Multiplexer. Außerdem stehen Glasfaser-Transmitter, -Receiver und -Transceiver zur Verfügung. Abgerundet wird das Angebot durch entsprechende Baugruppenträger.
Die Serie 5000 umfasst modulare 3G-fähige HD/SD-SDI-Lösungen als Rack-montierbare oder Karten-basierte Komponenten. Zum Lieferumfang gehören Konverter, Distributions-Verstärker, Embedder/Deembedder, Frame-Syonchronizer, Audio-Verzögerung und -Distribution, Testsignal-Generatoren, Multiplexer/Demultiplexer, Splitter und Switches.
Sichere und hochwertige I/Os mit D-Subs
Als Glue-Lösungen benötigen die Produkte von LYNX nicht nur extrem leistungsfähige Schaltungen für die Signalverarbeitung, sondern auch maßgeschneiderte und zuverlässige I/Os. Und hier setzt man u.a. auf D-Sub-Steckverbinder von ERNI, sowohl in den Yellobrik-Modulen als auch bei den Produkten der Serie 5000. Der Yellobrik PDM1383 Analog Audio Embedded/Deembedder beispielsweise unterstützt eine Vielzahl von SDI-Videoformaten bis zu 3 GBit.
Die analoge Audio-I/O erfolgt dabei über einen 25poligen D-Sub Steckverbinder (Bild 2). Auch zahlreiche Produkte der Serie 5000 setzen auf den D-Sub für die I/O, wie beispielsweise der zweikanalige AES Audio/Analog Audio-Konverter CDA5220 D, der einen 25- und 15-poligen D-Sub-Steckverbinder (symmetrische Audioübertragung) auf der Backplane-Seite bietet (Bild 3).
Beim Einsatz der D-Sub Steckverbinder als I/Os ergeben sich einige Vorteile. So können beispielsweise Audio-Signale bei mehrsprachigen Aufzeichnungen einzeln herausgeführt und dann separat übertragen und bearbeitet werden.
Das reduziert den Verkabelungsaufwand und auch das Gewicht – wichtig in mobilen TV-Anwendungen. Außerdem kann durch einfach nachgeschaltete Differenzverstärker eine hohe Signalqualität gesichert werden. Nicht zuletzt sorgen hochwertig geschirmte D-Subs für eine verbesserte Störfestigkeit.
Für die vielfältigen Einsatzgebiete stehen auch vielfältige D-Sub Ausführungen und entsprechendes Zubehör zur Verfügung. Das von ERNI Electronics angebotene indirekte D-Sub Steckverbindersystem umfasst drei verschiedene Ausführungen: gerade und abgewinkelte Steckverbinder (in verschiedenen Einbauhöhen) und Kabelstecker mit entsprechenden (Schutz)gehäusen. Es werden alle gängigen Anschlusstechniken unterstützt: THT, lötfreie Einpresstechnologie (ERNI Pressfit), THR und SMT. Für die Leiterplattenausführungen gibt es ebenfalls umfangreiches Zubehör, wie integrierte Gewindemuttern (M3, 4-40 UNC), Gewindebolzen (M3, 4-40 UNC), Schraubbefestigungen sowie Zugentlastungs- und Erdungs-Clips.
Zum Portfolio gehören auch D-Sub Steckverbinder mit Hochstromkontakten (3W3, 3WK3, 5W5, 8W8 oder 7W2) in den Anschlusstechniken Einpresstechnik, Crimp, Löten und Handlöten. Die Steckergehäuse für Hochstromkontakte können auch mit Koaxialkontakten bestückt werden.
Die Kabelsteckerverversionen werden in verschiedenen Varianten hergestellt:
- Lötkelchanschlüsse, an denen beliebige Kabel per Hand angelötet werden können,
- Crimp-Snap-in (CSI) für rüttelfeste Verbindungen,
- IDC-Technologie zum direkten Anschluss von Einzeladern und Flachbandleitungen sowie
- Wire-Wrap-Technologie.
Die von ERNI angebotenen D-Sub Steckverbinder bieten eine verbesserte Störfestigkeit hinsichtlich elektrostatischer Entladung und Funkstörungen. Dafür sind die Metallgehäuse der Stecker rundum galvanisiert und die Gehäuse der Messerleisten mit mehreren Lamellen versehen, die für eine niederohmige elektrische Verbindung zwischen den Messer- und Federleistengehäusen sorgen. Die Lamellen sind so realisiert, dass keine Öffnungen im Gehäuse benötigt werden.
D-Sub in Einpresstechnik
D-Sub Steckverbinder in Einpresstechnik stellen einen besonders kostengünstige, robuste und zuverlässige Verbindungstechnik dar, vorausgesetzt, dass die Leiterplatte den Mindestanforderungen gerecht wird und die Lochspezifikationen eingehalten werden. Moderne Einpresszonen schützen die Leiterplatte vor zu hohen Belastungen, damit die Kupferlagen nicht beschädigt werden oder es zu Delaminierungen von Multilayern kommt. Damit sind gasdichte, korrsionsgeschützte und mechanisch robuste elektrische Verbindungen gewährleistet.
Bei den grundsätzlichen Eigenschaften bietet die Pressfit-Technologie noch weitere Vorteile: So entsteht der Kontakt in der Kupferlage und nicht in der Zinnbeschichtung der Leiterplatte. Außerdem kann die hohe Elastizität der Zone Lochtoleranzen oder Maßänderungen über die Lebenszeit des Produktes ausgleichen. Letztendlich garantiert das Design der Einpresszone eine hohe Kantenpressung auf die Kupferlage des Leiterplattenloches. Daraus resultiert eine langzeitstabile Verbindung.
D-Subs ständig verbessern und weiterentwickeln
Auch bei einer derart ausgereiften Steckverbinderfamilie wie D-Sub lässt sich Bewährtes immer noch verbessern. So hat man die D-Sub Serien noch robuster gemacht (Bild 4). Ein besonders gesichertes Befestigungszubehör schützt vor unsachgemäßer Handhabung, wie dem Ausziehen von Muttern oder Bolzen oder dem Abziehen des Metallgehäuses. Darüber hinaus wurde eine zweite Schirmanbindung realisiert, die den durchgängigen Massekontakt zwischen Board und Metallschutzkragen gewährleistet. Für EMV-kritische Anwendungen konnte so die Induktivität entlang des Schirmpfades reduziert werden.
Eine weitere Neuheit bei den D-Sub Steckverbindern ist eine besonders flache Bauform. Die „Slimline"-Variante reduziert die benötigte Leiterplattenfläche auf nunmehr 33% – verglichen mit einem herkömmlichen D-Sub. Der D-Sub Slimline ist als abgewinkelte, 9-polige Version in SMT-Anschlusstechnik erhältlich. Zusätzliche Führungszapfen des oberflächenmontierten Steckverbinders sorgen für Zuverlässigkeit gegenüber mechanischen Belastungen und bieten Sicherheitsreserven beim Einsatz in rauen Industrieumgebungen.
ERNI konstruiert die D-Sub Stecker nach einem modularen Baukastenprinzip – so lassen sich beliebig viele Varianten kostengünstig und schnell generieren.
* Achim Blind arbeitet als Produktmanager bei ERNI Electronics in Adelberg. Holger Schostak ist Produktionsmanager bei LYNX Technik in Weiterstadt.
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