Steuerungslösungen für Cloud- und KI-Infrastruktur Lattice übernimmt Firmware- und Cloud-Spezialist AMI für 1,6 Mrd. US-Dollar

Von Sebastian Gerstl 2 min Lesedauer

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Lattice Semiconductor plant die Übernahme des Softwareunternehmens AMI. Die Kombination aus Low-Power-FPGAs, Firmware und Manageability zielt auf sichere Steuerungslösungen für Cloud- und KI-Infrastruktur.

Zur Stärkung des Portfolios insbesondere mit Blick auf Edge-Cloud-Infrastruktur für KI-Lösungen übernimmt Low-Power-FPGA-Spezialist Lattice Semiconductor den Firmware- und Cloud-Software-Entwickler AMI.(Bild:  Lattice)
Zur Stärkung des Portfolios insbesondere mit Blick auf Edge-Cloud-Infrastruktur für KI-Lösungen übernimmt Low-Power-FPGA-Spezialist Lattice Semiconductor den Firmware- und Cloud-Software-Entwickler AMI.
(Bild: Lattice)

Lattice Semiconductor will AMI übernehmen und damit sein Portfolio über programmierbare Low-Power-Logik hinaus deutlich ausbauen. Die Transaktion bewertet AMI mit 1,65 Milliarden US-Dollar und soll Lattice stärker in den Bereichen Server, Cloud, KI-Infrastruktur, Security, Manageability und Systemkontrolle positionieren.

AMI gilt als Anbieter von Plattform-Firmware und Infrastruktur-Manageability für Cloud- und KI-Systeme. Durch die Übernahme will Lattice seine FPGAs mit Firmware-, Management- und Steuerungslösungen kombinieren und damit eine umfassendere Plattform für sichere Management- und Control-Funktionen schaffen.

Für Kunden aus Compute-, Kommunikations-, Industrie- und Embedded-Märkten soll das kombinierte Angebot vor allem mehr Designfreiheit bringen. Beide Unternehmen betonen, dass die Lösungen weiterhin als Companion-Chips und herstellerübergreifende, siliziumagnostische Plattformen positioniert werden sollen.

Mehr Systemkontrolle für komplexe Infrastrukturen

Im Fokus stehen Rechenzentren und KI-Infrastrukturen, deren Modularität, Komplexität und Verfügbarkeitsanforderungen weiter steigen. Lattice und AMI wollen dafür Lösungen bereitstellen, die sichere Steuerung, flexibles Management, vorausschauende Wartung und schnellere Produkteinführung unterstützen.

Lattice-CEO Ford Tamer bezeichnete AMI als natürliche Erweiterung des Portfolios. Die Übernahme passe zur Strategie, Lattice als „Everywhere Companion Chip“-Anbieter zu etablieren und die Rolle des Unternehmens bei systemnaher Sicherheit, Manageability und Kontrolle zu vertiefen.

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Der Kaufpreis setzt sich aus 1,0 Milliarden Dollar in bar und rund 650 Millionen Dollar in Lattice-Aktien zusammen. AMI soll 2026 mehr als 200 Millionen Dollar Umsatz erzielen. Lattice erwartet, dass die Akquisition auf Non-GAAP-Basis positiv zu Bruttomarge, freiem Cashflow und Ergebnis je Aktie beiträgt.

Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2026 geplant und steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen sowie regulatorischer Freigaben. Lattice sieht den Zukauf zugleich als Baustein auf dem Weg zu einer annualisierten Umsatzrate von mehr als einer Milliarde Dollar bis zum vierten Quartal 2026.(sg)

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