Optik-Portfolio für Rechenzentren Marvell übernimmt Polariton

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Mit der Übernahme von Polariton erweitert Marvell sein Portfolio für optische Datenverbindungen. Im Fokus stehen plasmonikbasierte Modulation, höhere Bandbreiten und mehr Effizienz.

Ein Plasmonischer Phasenmodulator, bestehend aus einem Metall-Isolator-Metall-Wellenleiter und einem elektrooptischen Material im Schlitz, aus dem Portfolio von Polariton.(Bild:  Polariton)
Ein Plasmonischer Phasenmodulator, bestehend aus einem Metall-Isolator-Metall-Wellenleiter und einem elektrooptischen Material im Schlitz, aus dem Portfolio von Polariton.
(Bild: Polariton)

Marvell Technology hat die Übernahme von Polariton Technologies bekannt gegeben. Das Unternehmen entwickelt schnelle und energieeffiziente Bauteile auf Basis plasmonikgestützter Silizium-Photonik. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht.

Mit dem Zukauf will Marvell seine optischen Technologien für Rechenzentren ausbauen. Nach Angaben des Unternehmens ergänzt Polariton das bestehende Portfolio um Modulationsverfahren, die Bandbreite, Energieeffizienz und Integrationsdichte bei künftigen optischen Verbindungen verbessern sollen.

Hintergrund ist der steigende Bedarf an leistungsfähigen Datenverbindungen in Rechenzentren, unter anderem durch KI-Anwendungen. Während der Übergang zu 1,6T-Verbindungen noch läuft, arbeitet die Branche bereits an Systemen mit 3,2T und darüber hinaus.

Plasmonik als Ergänzung zur Silizium-Photonik

Marvell sieht in der Plasmonik Vorteile gegenüber herkömmlicher Silizium-Photonik, vor allem bei Packungsdichte und Energieverbrauch pro Bit. Die Technologie von Polariton ist für kohärente und DCI-Optikverbindungen vorgesehen, darunter auch Anwendungen im Umfeld von ZR und ZR+.

Durch die Kombination von Plasmonik und Silizium-Photonik sollen sich optische Signale schneller und auf kleinerem Raum übertragen lassen. Das könnte vor allem dort relevant werden, wo Rechenzentren größere Datenmengen mit möglichst geringem Energieaufwand bewegen müssen.

Neben der Technologie übernimmt Marvell auch ein Team mit Erfahrung in Plasmonik, Silizium-Photonik und Hochgeschwindigkeitsmodulation. Das Unternehmen will damit seine Entwicklungskapazitäten in der Photonik stärken und seine Plattformen für künftige Rechenzentrumsarchitekturen weiter ausbauen.(sg)

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