Fertigung von 5G-Modulen Kontron startet 5G-Modul-Produktion in Düsseldorf

Von Susanne Braun 2 min Lesedauer

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Kontron hat am Standort Düsseldorf den offiziellen Start einer neuen Fertigungslinie für 5G-Kommunikationsmodule bekannt gegeben. Das Unternehmen positioniert sich damit nach eigenen Angaben als weltweit einziger Hersteller, der diese Module in Europa entwickelt und in Deutschland produziert.

Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, besuchten den Standort in Düsseldorf.(Bild:  Kontron AG)
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, besuchten den Standort in Düsseldorf.
(Bild: Kontron AG)

Kontron, Anbieter von IoT- und Embedded-Computer-Technologie, hat die neue Fertigungslinie am Standort der Kontron Automotive GmbH gemeinsam mit politischer Beteiligung vorgestellt. Anlässlich des Produktionsstarts besuchten Mona Neubaur, NRW-Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin, sowie Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, den Düsseldorfer Standort.

Die neue Linie fertigt zwei Produktkategorien: 5G Automotive Network Access Devices (NADs) sowie 5G Industrial M.2-Kommunikationsmodule. Die Entwicklung der Module erfolgt laut Kontron am Berliner Standort, die industrielle Serienfertigung in Düsseldorf. Mit dem Ausbau will das Unternehmen seine Lieferketten widerstandsfähiger machen und Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern reduzieren, die den Weltmarkt für Kommunikationsmodule dominieren. Neubaur ordnete den Schritt industriepolitisch ein: Kontron investiere in Düsseldorf nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in technologische Unabhängigkeit, Datensouveränität, Datensicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas. Jarzombek sprach von einem wichtigen Schritt für die digitale Souveränität Europas.

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Als Anwendungsfelder für die Module nennt Kontron vernetzte Fabriken, Fahrzeuge, Energiesysteme, medizinische Geräte, kritische Infrastrukturen sowie IIoT-Anwendungen. Im Bahnsektor sei Kontron zudem der einzige Anbieter funktionsfähiger Module für FRMCS, den künftigen europäischen 5G-Kommunikationsstandard für den Schienenverkehr. Mit der neuen Linie will sich das Unternehmen außerdem für sichere 5G- und künftige 6G-Kommunikationslösungen aus europäischer Hand positionieren.

Christoph Caselitz, Executive Vice President Automotive bei Kontron und verantwortlich für den Standort Düsseldorf, verweist auf die Verbindung von Entwicklung und Fertigung an zwei deutschen Standorten: „Die Kombination aus Entwicklung in Berlin und Fertigung in Düsseldorf ermöglicht kurze Innovationszyklen, hohe Qualitätsstandards und eine zuverlässige Versorgung unserer Kunden.“ Der Standort Düsseldorf beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und blickt auf mehr als 40 Jahre Erfahrung in der Fertigung elektronischer Baugruppen zurück. (sb)

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