Standort Deutschland Rohde & Schwarz plant massiven Ausbau seiner Konzernzentrale

Von Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter 1 min Lesedauer

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Rohde & Schwarz will seinen Münchner Standort weiter ausbauen. Geplant sind neben einem markanten Neubauprojekt auch ein 65 Meter hohes Hochhaus. Dies ist ein Zeichen des Tech-Konzerns, langfristig in Deutschland zu wachsen.

Standort München: Das geplante Hochhaus von Rohde & Schwarz würde aus dem übrigen Gebäudekomplex herausragen und einen architektonischen Akzent auch über das Betriebsgelände  hinaus setzen. (Bild:  Rohde & Schwarz)
Standort München: Das geplante Hochhaus von Rohde & Schwarz würde aus dem übrigen Gebäudekomplex herausragen und einen architektonischen Akzent auch über das Betriebsgelände hinaus setzen.
(Bild: Rohde & Schwarz)

Aktuell überdenken viele Firmen in Deutschland ihre Standorte. Bürokratie, Energie- und Personalkosten werden dabei oft als Gründe angeführt. Das Tech-Unternehmen Rohde & Schwarz setzt ein Zeichen für den Standort München.

Der Technologiekonzern hat Pläne für eine umfangreiche Erweiterung seines Hauptquartiers im Werksviertel vorgestellt. Herzstück des Projekts ist ein 65 Meter hohes Gebäude, das nicht nur ein neues, markantes Zeichen im Stadtbild setzen, sondern vor allem den anhaltenden Wachstumskurs des Unternehmens unterstützen soll.

Modernisierung statt Sanierung

Standort München: Das geplante Hochhaus von Rohde & Schwarz würde aus dem übrigen Gebäudekomplex herausragen und einen architektonischen Akzent auch über das Betriebsgelände  hinaus setzen. (Bild:  Rohde & Schwarz)
Standort München: Das geplante Hochhaus von Rohde & Schwarz würde aus dem übrigen Gebäudekomplex herausragen und einen architektonischen Akzent auch über das Betriebsgelände hinaus setzen.
(Bild: Rohde & Schwarz)

Das Bauvorhaben ist in zwei Abschnitte unterteilt. Geplant ist ein fünfstöckiger Baukörper mit vier ringförmig angeordneten Trakten sowie ein zentraler Turm. Die neuen Flächen entstehen anstelle von Gebäuden aus den 1920er- und 1950er-Jahren, die aufgrund ihrer veralteten Bausubstanz nicht mehr wirtschaftlich modernisiert werden konnten.

„Die Investition unterstreicht unser Vertrauen in eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens und unsere Überzeugung, unseren Wachstumskurs der vergangenen Jahre fortsetzen zu können“, erklärt Christian Leicher, President und CEO von Rohde & Schwarz. Das Projekt sei ein klares Commitment zur Stadt München als Stammsitz.

Wachstum auf solidem Fundament

Die wirtschaftlichen Eckdaten des Familienunternehmens stützen dieses Vorhaben: Im Geschäftsjahr 2024/2025 erwirtschaftete Rohde & Schwarz einen Umsatz von 3,16 Mrd. Euro und beschäftigt weltweit mehr als 15.000 Mitarbeiter. Mit den Divisionen Test & Measurement, Technology Systems sowie Networks & Cybersecurity besetzt das Unternehmen kritische Zukunftsfelder der Elektronikwelt.

Im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs, an dem elf internationale Architekturbüros teilnahmen, favorisiert Rohde & Schwarz den Entwurf des Büros Snøhetta (Innsbruck). Die Entwürfe legen Wert auf eine flächensparende, kompakte Bebauung und integrieren eine grüne Achse („Campusband“), die das Betriebsgelände mit dem umliegenden Werksviertel verbindet. Der Abschluss des Bebauungsplanverfahrens wird für das Jahr 2028 erwartet. .(heh)

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