Energie sparen Smart City: Netzwerktechnik steuert das Licht

Ein Gastkommentar von Jochen Sauer*

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Damit im öffentlichen Raum Energiekosten bei der Straßenbeleuchtung eingespart werden können, bieten sich Smart Poles an. Sie vereinen Netzwerk-Kameras, Sensoren und KI-Algorithmen.

Energie sparen: Energiekosten im öffentlichen Raum lassen sich mit Netzwerktechnik, Sensoren und Algorithmen einsparen.
Energie sparen: Energiekosten im öffentlichen Raum lassen sich mit Netzwerktechnik, Sensoren und Algorithmen einsparen.
(Bild: (c) ipopba - stock.adobe.com)

Mit der neuen Energieeinsparverordnung der Bundesregierung seit dem 1. September soll der Gas- und Energieverbrauch in Deutschland gesenkt werden. Das hat auch Auswirkungen auf die öffentliche Beleuchtung. Das Licht in den Schaufenstern bleibt an. Doch Denkmäler und Gebäude werden nachts nicht mehr angestrahlt. Notbeleuchtung sowie Straßenbeleuchtungen dürfen in der Nacht leuchten.

Das Thema Licht und öffentlicher Raum hat bereits vor Inkrafttreten der Verordnung eine breite Diskussion entfacht. Licht bietet Sicherheit in Innenstädten und das Energiesparen dürfte nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Wie sieht das in einer Smart City aus? Seit vielen Jahren gibt es Bestrebungen, das Leben im urbanen Raum sicherer zu gestalten.

Licht ist in Innenstädten wichtig

Jochen Sauer: „Wir müssen uns die Frage stellen, wann Licht auf der Straße notwendig ist. Die Antwort ist einfach: Nur, wenn Menschen auf der Straße sind.“
Jochen Sauer: „Wir müssen uns die Frage stellen, wann Licht auf der Straße notwendig ist. Die Antwort ist einfach: Nur, wenn Menschen auf der Straße sind.“
(Bild: Axis Communications)

Licht spielt eine essenziell wichtige Rolle in Innenstädten. Helligkeit und Dunkelheit wirken sich darauf aus, wie wir eine Stadt wahrnehmen, wie wir uns in ihr bewegen und wie sicher wir uns in ihr fühlen. Bei Axis Communications setzen wir auf Netzwerk-Sicherheitslösungen, um zum Schutz in Innenstädten beizutragen und Smart-City-Konzepte voranzutreiben – daher begrüßen wir die Diskussion, die die aktuelle Energiesparverordnung entfacht hat.

Wenn das Licht in den Innenstädten im Sinne des Energiesparens abgeschaltet wird, zumindest teilweise, dürfen dunkle Gebäude, Denkmäler oder Reklametafeln trotzdem selbstverständlich nicht dazu führen, dass sich Menschen plötzlich unwohl auf den Straßen fühlen. Noch weniger zielführend sind sicherlich dunkle Unterführungen oder sogar ausgeschaltete Straßenlaternen in der Nacht. Wie also dennoch effektiv Energiesparen?

Netzwerktechnik steuert das Licht

Städte müssen einen Schritt weiterdenken und auf ausgeklügelte Netzwerk-Technologien setzen. Es geht nicht so sehr um die Frage, ob das Licht generell an- oder ausgeschaltet werden muss. Vielmehr müssen wir uns die Frage stellen, wann Licht auf der Straße notwendig ist. Die Antwort darauf ist einfach: Eigentlich nur, wenn Menschen auf der Straße sind.

Eine mögliche Antwort können sogenannte Smart Poles bieten. Darunter versteht man Lichtmasten, die nicht nur für Licht sorgen, sondern dank integrierter Netzwerk-Kameras, IoT-Sensoren und KI-Analyse auch wahrnehmen, was in ihrer Umgebung passiert. Lichtstärken können auf diese Weise verwaltet werden, indem die Straßenbeleuchtung je nach Bewegungserkennung, Umgebungshelligkeit oder Wetterverhältnissen angepasst wird.

Nähert sich beispielsweise ein Fußgänger oder Radfahrer, werden die Leuchten heller. Bei Schnee oder Nebel lässt sich die Lichtintensität ebenfalls erhöhen. Über zusätzliche Geräuschsensoren können darüber hinaus Anomalien wie Aggression oder zerbrechendes Glas auf der Straße erkannt werden. Die KI im Smart Pole löst in diesem Fall einen Alarm aus, die vorhandenen Kameras schalten sich ein. Eine Einsatzzentrale kann sich so ein Bild von der Lage machen, über Lautsprecher mit Durchsagen deeskalierend auf die Situation einwirken oder die Polizei informieren.

Mehr Sicherheit auf öffentlichen Straßen

Smart Poles tragen auf diese Weise entscheidend zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen bei und sie senken gleichzeitig den Energieverbrauch der öffentlichen Beleuchtung. Es entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Städte können Kosten reduzieren, während sich Menschen dennoch sicher auf den Straßen fühlen. Damit solche Sicherheitskonzepte erfolgreich sind, müssen Stadtverwaltungen und die Technologieanbieter eng zusammenarbeiten – und gemeinsam die besten Lösungen finden.

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* Jochen Sauer ist Architect & Engineering Manager bei Axis Communications und Experte für das Geschäftsfeld Smart City.

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