Electrifying Ideas Award 2026 Rittal gewinnt Preis mit Flüssigkühlung für KI-Rechenzentren

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Jährlich verleiht der ZVEI e.V. den Electrifying Ideas Award, um damit innovative Lösungen auszuzeichnen, die besonders effizient mit Energien und Ressourcen umgehen. Dieses Jahr hat sich das Direct Liquid Cooling von Rittal für die Nutzung in KI-Rechenzentren durchgesetzt.

Dr. Gunther Kegel (ZVEI), Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Dr. Helmut Kreiser (GSI Helmholtzzentrum), Philipp Müller (Rittal), Dr. Thomas Weber (etalytics) und Daniel Hager (ZVEI).(Bild:  Marc Urban)
Dr. Gunther Kegel (ZVEI), Dorothee Bär (Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt), Dr. Helmut Kreiser (GSI Helmholtzzentrum), Philipp Müller (Rittal), Dr. Thomas Weber (etalytics) und Daniel Hager (ZVEI).
(Bild: Marc Urban)

Die deutsche wie internationale Elektronik- und Digitalindustrie ist sich einig darüber, dass Innovationen der Branche gleichzeitig mit einem Effizienzgewinn und Ressourcenschonung einhergehen müssen, um steigende Energiebedarfe sowie den Verbrauch kritischer Rohstoffe einzudämmen. Ist dem nicht so, dann geht der Vision der All Electric Society relativ schnell der Saft aus.

Umso wichtiger ist es da, Innovationen im Bereich der Zukunftstechnologien auch hinsichtlich ihrer Effizienz, ihrer Ressourcenschonung sowie ihres Einflusses auf Wirtschaft und Gesellschaft zu bewerten. Das macht in Deutschland der ZVEI e.V., der Verband der deutschen Elektro- und Digitalindustrie, einmal im Jahr mit der Preisverleihung des Electrifying Ideas Award. Der Award 2026 wurde zum vierten Mal im Rahmen des eSummits vergeben.

Dieser wurde am 20. Mai 2026 in Berlin verliehen, und zwar an die Wärmemanagement-Experten von Rittal, die sich gegen 50 andere Einreichungen mit dem Direct Liquid Cooling durchsetzten. Gemeinsam mit dem GSI Helmholtzzentrum und dem Start-up etalytics wurde ein praxistaugliches Flüssigkühlsystem für KI-fähige Rechenzentren mit mehr als 1 MW Kühlleistung realisiert. Die direkte Kühlung der Chips soll die physikalischen Grenzen klassischer Luftkühlung überwinden und damit den skalierbaren Einsatz leistungsstarker GPUs ermöglichen.

KI-basierte Regelalgorithmen und digitale Zwillinge optimieren den Energieverbrauch in Echtzeit und reduzieren den CO₂-Fußabdruck deutlich. Das Projekt soll als übertragbares Konzept für energieeffiziente KI-Infrastruktur „Made in Europe“ dienen.

„Diese Idee löst ein echtes Zukunftsproblem: KI braucht enorme Rechenleistung, und genau daran hängen Strombedarf und Kühlung. Hier geht es nicht nur um eine bessere Kühlung, sondern um einen praktischen Hebel für die Rechenzentrumswende. Dieses enorm große Wirkungspotenzial hat uns überzeugt“, kommentiert der Vorsitzende der Award-Jury, Dr. Gunther Kegel. (sb)

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