China-Roboter mit USA-Software Meta entwickelt humanoiden Roboter mit Start-up aus China

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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Facebook-Konzern Meta hat mit dem chinesischen Hersteller Fourier einen humanoiden Prototyp gebaut. Er nutzt Nvidias Jetson Thor und dient als Testplattform für Robotik-KI. Eine zweite Version entsteht bereits.

Humanoide aus China: Der Roboter GR-3 von Fourier Intelligence. Der chinesische Hersteller entwickelt laut Medienberichten gemeinsam mit Meta einen eigenen Prototyp namens Max. Ein Foto von Max wurde bisher nicht veröffentlicht.(Bild:  Fourier Intelligence)
Humanoide aus China: Der Roboter GR-3 von Fourier Intelligence. Der chinesische Hersteller entwickelt laut Medienberichten gemeinsam mit Meta einen eigenen Prototyp namens Max. Ein Foto von Max wurde bisher nicht veröffentlicht.
(Bild: Fourier Intelligence)

Meta entwickelt mit Shanghai Fourier Intelligence aus China einen humanoiden Roboter, der intern den Namen Max trägt. Das berichtet Golem mit The Information als Quelle unter Berufung auf mehrere mit dem Projekt vertraute Personen. Das Ungewöhnliche daran ist weniger der humanoide Roboter selbst als die Konstellation dahinter: Ein amerikanischer KI-Konzern lässt sich seine Roboterhardware in China entwickeln, während die USA den Einsatz chinesischer Robotiktechnik zunehmend einschränken.

Der 1,50 Meter große, 48 Kilogramm schwere Prototyp entstand dem Bericht zufolge binnen drei Monaten. Metas Robotikmanagerin Li-Chen Miller arbeitete dafür fast zwei Monate in Fouriers Werk in Shanghai. Ende August wurde Max intern vorgeführt.

Jetson Thor liefert Rechenleistung für KI

Im Inneren arbeitet Nvidias Jetson Thor mit Blackwell-Architektur. Die Embedded-Plattform ist darauf ausgelegt, Sensordaten und KI-Modelle direkt auf dem Roboter zu verarbeiten. Welche KI-Modelle Meta einsetzt, ist nicht bekannt.

Der Prototyp verfügt über Fünffingerhände, die kleine Flaschen oder Spielzeuge greifen können. Ein Display stellt Gesichtsausdrücke dar, Lautsprecher sitzen im Brustbereich. Vorgegeben war auch, Stimmen aus fünf und Handgesten aus drei Metern Entfernung zu erkennen. Ob der Roboter diese Anforderungen zuverlässig erfüllt, bleibt offen.

Fourier liefert Gelenke und Bewegungssteuerung

Fourier entwickelt neben Rehabilitationsrobotern und Exoskeletten die humanoide GR-Serie. Der Hersteller bringt damit Erfahrung bei Gelenkantrieben, Sensorik und Bewegungssteuerungen ein. Für Max nutzten die Partner mehrere GR-Generationen als Basis und passten unter anderem Proportionen, Kopf, Kameras und Hände an.

Seit September arbeiten Meta und Fourier laut dem Bericht an Max 2. Der Nachfolger soll einen überarbeiteten Rumpf, geschicktere Hände, einen Projektor und zusätzliche Sensoren erhalten, die das Treppensteigen unterstützen.

Metas KI-Agent Muse als langfristiges Ziel

Langfristig könnte die Robotik Metas KI-Agenten Muse eine physische Plattform geben. Laut dem Bericht betrachtet der Konzern Humanoide intern als mögliche Verkörperung des Agenten. Sie sollen perspektivisch alltägliche Aufgaben im Haushalt übernehmen. Dass Muse bereits auf Max läuft, ist allerdings nicht belegt.

Meta erklärte dem Medium, die Zusammenarbeit mit Fourier diene der internen Forschung und Erprobung. Fourier äußerte sich bislang nicht zur Partnerschaft. Die bisherigen Roboter sollen nicht verkauft werden. Auch für ein mögliches späteres Produkt gibt es noch keinen Starttermin. (mc)

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