Wechselrichtertest PHIL-Test zur Anti-Inselbildung dauert weniger als einen Tag

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UL Solutions hat fünf Prüffälle nach IEEE 1547.1 verglichen: Der automatisierte PHIL-Test lieferte dabei ähnliche Ergebnisse wie das konventionelle Verfahren mit manuell abgestimmter RLC-Lastbank.

Eine unabhängige Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die automatisierte, PHIL-basierte Anti-Inselbildungs-Lösung von Keysight vergleichbare Ergebnisse wie die herkömmlichen IEEE 1547.1-Tests liefert. Gleichzeitig werden Aufwand und die benötigte Zeit reduziert.(Bild:  Keysight)
Eine unabhängige Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die automatisierte, PHIL-basierte Anti-Inselbildungs-Lösung von Keysight vergleichbare Ergebnisse wie die herkömmlichen IEEE 1547.1-Tests liefert. Gleichzeitig werden Aufwand und die benötigte Zeit reduziert.
(Bild: Keysight)

Bei unbeabsichtigter Inselbildung speist ein Wechselrichter nach der Trennung vom öffentlichen Netz weiter in einen abgetrennten Netzabschnitt ein. Der Inselbildungsschutz muss diesen Zustand erkennen und die Einspeisung beenden.

UL Solutions verglich die konventionelle Prüfung mit manuell abgestimmter RLC-Lastbank mit dem automatisierten PHIL-Verfahren von Keysight. Beide Methoden wurden unter gleichen Bedingungen am selben Photovoltaik-Wechselrichter getestet. Untersucht wurden fünf repräsentative Prüffälle der Kategorie B nach IEEE 1547.1-2020. Laut Bericht lieferten beide Verfahren ähnliche Ergebnisse; in den ausgewählten Fällen erfüllten sie die Anforderungen an die Abschaltzeit.

Für den automatisierten Test nutzte Keysight den regenerativen Netzemulator SL1200 mit automatischer RLC-Abstimmung sowie die Testsoftware SL1221A. Die konventionelle Methode erfordert laut Bericht wiederholte manuelle Anpassungen, Messungen und Dokumentation. Ein vollständiges konventionelles Prüfprogramm könne ein bis zwei Wochen dauern; die Projekttests mit dem PHIL-Verfahren seien in weniger als einem Tag abgeschlossen worden.

Auf den wachsenden Testbedarf verweist Thomas Götzl, Vice President und General Manager von Keysight Automotive and Energy Solutions: „Mit dem zunehmenden Ausbau netzgekoppelter dezentraler Energiequellen und dem wachsenden Einsatz integrierter Wechselrichter müssen Entwickler den Testdurchsatz erhöhen und gleichzeitig die Zuverlässigkeit der Testergebnisse gewährleisten.“

Die Ergebnisse beziehen sich auf die untersuchten Prüffälle. Sie belegen nicht, dass beide Verfahren bei allen Wechselrichtern und Prüfbedingungen gleichwertig sind. UL weist zudem darauf hin, dass der Bericht keine Zertifizierung, Zulassung oder Empfehlung eines Produkts darstellt. (heh)

Der UL Solutions-Bericht vergleicht unabhängig zwei Prüfmethoden gemäß IEEE 1547.1-2020 zur unbeabsichtigten Inselbildung, die an demselben dezentralen Energieerzeugungsaggregat unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt wurden. Die Ergebnisse stellen keine Zertifizierung, Zulassung, Befürwortung oder Empfehlung eines Produkts dar.

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