75% mehr Speicherfähigkeit

Leistungssprung bei Superkondensatoren durch Graphen

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Die beiden Referenten sind echte Kondensatorexperten

Wilhelm Haßenpflug, Blume Elektronik: „Graphene-Kondensatoren werden bereits erfolgreich in der Serienanwendung eingesetzt.“
Wilhelm Haßenpflug, Blume Elektronik: „Graphene-Kondensatoren werden bereits erfolgreich in der Serienanwendung eingesetzt.“
(Bild: Blume Elektronik)

Als Gruppenleiter der Gruppe „Applikation multifunktionaler Schichten“ am Fraunhofer IPA in Stuttgart beschäftigt sich Dr. Carsten Glanz mit der Weiterentwicklung von Beschichtungsverfahren für neue Materialien. Dies gilt besonders für die Entwicklung und Herstellung gedruckter elektronischer Anwendungen für Energiespeicher, transparenter Elektroden sowie Heizschichten.

Hierbei werden sowohl klassische Druckverfahren wie Siebdruck, Tampondruck und Tiefdruck als auch Beschichtungsverfahren wie Rakeln, Sprühen und Tauchziehen eingesetzt. Diese eröffnen, kombiniert mit innovativen nanoskaligen Materialien wie Kohlenstoffnanoröhren, Graphen, Graphen-Nanoplatelets, Silbernanodrähten und leitfähigen Polymeren, innovative neue Anwendungsgebiete und Produkte.

Wilhelm Haßenpflug übernahm 2003 die Firma Blume Elektronik, nachdem er bereits 30 Jahre im Vertrieb gearbeitet hatte. Nach dem Studium der Nachrichtentechnik fungierte er bei verschiedenen japanischen Herstellern wie Alps und Sharp sowie bei der Firma Bosch in leitender Position. Heute ist er eine der anerkanntesten Kondensatorexperten in Deutschland mit sehr großer Marktkenntnis.

Wissenschaftlicher Hintergrund zu Graphen

Graphen (englisch graphene) ist die Bezeichnung für eine Modifikation des Kohlenstoffs mit zweidimensionaler Struktur, in der jedes Kohlenstoffatom im Winkel von 120° von drei weiteren umgeben ist, sodass sich ein bienenwabenförmiges Muster ausbildet. Da Kohlenstoff vierwertig ist, müssen dabei je „Wabe“ zwei Doppelbindungen auftreten, die jedoch nicht lokalisiert sind.

Es handelt sich um eine Verkettung von Benzolringen, wie sie in aromatischen Verbindungen oft auftritt. Obwohl ein einzelner Benzolring in der Darstellungsweise der Valenzstrichformeln drei Doppelbindungen hat, haben zusammenhängende Benzolringe in dieser Darstellungsweise rein formal nur zwei Doppelbindungen pro Ring. Deshalb lässt sich die Struktur besser beschreiben, indem man die delokalisierten Bindungen als großen Kreis im Benzolring darstellt.

Die Bindungsverhältnisse im Graphen sind in der Graphenstruktur beschrieben. Graphen lässt sich als polycyclischer aromatischer Kohlenwasserstoff beschreiben. Am „Rande“ des Wabengitters müssen andere Atomgruppen angedockt sein, die aber – je nach dessen Größe – die Eigenschaften des Graphens kaum verändern.

Mehr Informationen zum Einsatz von Graphen und Kondensatoren finden Sie unter www.praxisforum-passive-bauelemente.de.

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