Avnet, Arrow und Rutronik dominieren weiterhin den Bauteilemarkt in Deutschland. Neu unter den Top 10 ist Glyn. Mehr über Gewinner und Verlierer, Fusionen, Brexit, den Handel mit China, etc. verrät Europartners Consultants.
Distributorenranking 2015/16: Die Top 10 der Distributoren in Deutschland im Überblick
(Bild: Bild: Clipdealer)
Die Top 10 der Distributoren in Deutschland repräsentieren insgesamt 72% des Distributionsmarktes für elektronische Bauelemente.
Deutschland ist hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts die größte Volkswirtschaft Europas und die viertgrößte Volkswirtschaft weltweit. Trotz einer lahmenden Weltwirtschaft, hat sich die deutsche Wirtschaft 2015 weiter gut behauptet und die führende Position in Europa ausgebaut.
Von allen europäischen Industriestaaten die nach der Finanzkrise 2009 einen starken Produktionsrückgang verzeichneten, hat sich nachhaltig nur die deutsche Industrie erholt. Ursächliche Gründe sind der steigende inländische Konsumverbrauch, eine höhere Investitionsbereitschaft des Marktes und eine stark wachsende Binnenwirtschaft.
Details zu Europartners Consultants
Europartners Consultants ist ein Team von internationalen Unternehmensberatern mit langjährigen, tiefgreifenden Erfahrungen sowie Markt- und Fachkenntnissen aus leitenden Managementfunktionen bei internationalen Herstellern und Distributoren von elektronischen Bauelementen.
Seit 1990 berät Europartners Consultants Unternehmen in der Mikroelektronik. Zu den Kunden gehören lokale und international operierende Distributoren, Hersteller elektronischer Bauelemente und Unternehmen aus assoziierten Bereichen. Europartners Consultants berät Entscheider sowohl in konzeptionellen Sektor-, Unternehmens-, Geschäftsfeldstrategien als auch bei der Umsetzung von Marketing, Vertriebs- und Personalthemen.
Der Worldwide Electronics Distribution Report, erscheint einmal jährlich Die Studie analysiert detailliert weltweit den Distributionsmarkt für elektronische Bauelemente.
Der Brexit und die Auswirkungen
Durch den niedrigen Wechselkurs Dollar/Euro hat auch der Außenhandel mit einem Zuwachs von 6,5% 2015, seinen Beitrag zu einem stabilen Wachstum erbracht. Insgesamt stieg der Export von 1,134 Mrd. € 2014 auf 1,196 Mrd. €. Größte Handelspartner waren die USA, gefolgt von Frankreich und dem Vereinigten Königreich.
Mit dem Votum des Vereinigten Königreichs, die Europäische Gemeinschaft zu verlassen, werden sich in den nächsten Jahren einige Veränderungen ergeben. Allerdings werden diese nicht so gravierend ausfallen, wie von vielen Seiten prognostiziert. Grund ist die starke gegenseitige Abhängigkeit.
Seit Mitte der siebziger Jahre wurde die englische Wirtschaft deindustrialisiert. Der industrielle Anteil am Bruttosozialprodukt beträgt nur noch 21,1% und der Anteil der herstellenden Industrie nur noch 9,4%, während der Anteil des Dienstleistungsbereiches auf 78,2% angestiegen ist. Die Automobilindustrie stellt den größten Sektor innerhalb der herstellenden Industrie dar. Über 80% der herstellten Fahrzeuge werden exportiert, primär in die Europäische Union.
Im Vergleich zur Bundesrepublik Deutschland betragen die Anteile des Industriesektors 25,5% und des Dienstleistungsbereiches 69% vom BIP. Da voraussichtlich die Zinsen und damit auch der Euro Wechselkurs in den nächsten zwei, drei Jahren im unteren Niveau bleiben werden, wird sich auch die deutsche Wirtschaft weiter positiv entwickeln.
Die deutsche Elektro- und Elektronikindustrie
Neben dem Maschinenbau ist die deutsche Elektro- und Elektronikindustrie der zweitgrößte Arbeitgeber in Deutschland. Mit 850 Tsd. inländischen Arbeitnehmern in ca. 3500 Unternehmen, wurde laut ZVEI 2015 ein Umsatz von179 Mrd. Euro erwirtschaftet. Für 2016 wird ein Umsatz von 182 Mrd.Euro erwartet.
Die Produktion elektronischer und elektrischer Produkte stieg um 1,25% auf 145,4 Mrd. Euro. Mit einem Anteil von 54,3% sind die Länder der EU28-Zone die wichtigsten Handelspartner der deutschen Elektroindustrie, gefolgt von den USA 9,1% und China 8,6%. Im Vergleich zu 2014 sind die Exporte nach China um 0,5% gesunken während im gleichen Zeitraum die Exporte in die USA um 0.8% gestiegen sind.
Der gesamte Anteil der Exporte nach Südostasien betrugen 2015 17,6%, das entspricht einer Steigerung von 1,1% lt. ZVEI. Die chinesische Wirtschaft stottert auf relativ hohem Niveau mit Wachstumsraten von 6,4% bis 6,7% im Vergleich zu den Jahren davor mit 7% Plus.
Es zeigt sich aber wieder, dass die deutsche Elektro- und Elektronikindustrie heute in der Lage ist, durch Flexibilität und Innovation, Marktveränderungen zu kompensieren. Positives Wachstum, sofern nicht gravierende weltweite Markteinbrüche das Wachstum gefährden, werden auch für die nächsten zwei bis drei Jahren erwartet. Die Automobilindustrie und der Maschinenbau sind die tragenden Säulen der deutschen Elektro- und Elektronikindustrie.
Die Entwicklung von Industrie 4.0 in Deutschland, die im harten Wettkampf mit anderen Industrie Nationen steht, ist der Schlüssel, um nachhaltig auf den internationalen Märkten zu bestehen. Aber auch hier hat die deutsche Industrie die Nase vorn und den zukünftigen Anforderungen gewachsen.
Stand: 08.12.2025
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