Consumer-Elektronik

Die 10 größten Elektronik-Flops

Seite: 9/10

Anbieter zum Thema

Platz 2: Zune – der AntiPod aus Redmond

Der Erfolg des Mediaplayers iPod machte Apple zur Kultmarke. Microsoft versuchte, mit einem vergleichbaren Gerät gleichzuziehen. Der erste Zune-Player kam in den USA im Herbst 2006 auf den Markt und wurde von einer gewaltigen Marketingwelle begleitet. Unter anderem entsandte Microsoft 300 Promoter an amerikanische Universitäten, um dort für das Gerät zu werben.

Nach einem ermutigenden Marktstart bröckelten die Verkaufszahlen allerdings recht bald, und der Zune konnte die führende Position von Apple nie gefährden.

Dazu kamen eine wenig nachvollziehbare Digital-Rights-Management-Politik und ein peinlicher Bug: Am Silvestertag 2008 stürzten namlich nahezu sämtliche Zune-Player der ersten Generation ab und ließen sich nicht wieder starten.

Der Grund lag darin, dass 2008 ein Schaltjahr war. Der Treiber der internen Uhr blieb in einer Endlosschleife hängen, weil in der Programmierung der Fall nicht vorgesehen war, dass ein Schaltjahr 366 Tage haben könnte.

Inzwischen hat Microsoft angekündigt, keine weiteren Zune-Geräte zu entwickeln. Der Zune-Marketplace und die Zune-Verwaltungssoftware sind in die Smartphone-Plattform Windows Phone eingeflossen.

(ID:28205660)