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Platz 8: HD DVD - von Warner Brothers ausgebootet
Bereits im Jahr 2003 hatte das DVD Forum, eine Vereinigung namhafter Unternehmen der Unterhaltungselektronik, den HD-DVD-Standard zum Nachfolger der DVD bestimmt.
Der Grund lag darin, dass die federführend von Sony gemeinsam mit Philips entwickelte Technik DVR Blue (später als Blu-Ray bekannt) zum damaligen Zeitpunkt als zu teuer erschien.
Ein von Toshiba geführtes Firmenkonsortium war daher dazu übergegangen, ein alternatives System zu entwickeln, das gleichfalls auf der Verwendung kurzwelliger blauer Laser basierte. Der Name der Technik lautete zuerst Advanced Optical Disc (AOD). Sie wurde aber in HD DVD umbenannt, nachdem das DVD Forum den Standard offiziell verabschiedet hatte.
Die Speicherkapazität der HD DVD betrug 15 Gigabyte pro Schicht, Blu-Ray konnte mit 25 Gigabyte pro Schicht aufwarten.
Da sich inzwischen ein Firmenkonsortium namens Blu-ray Disc Association gebildet hatte, war der Formatkrieg unausweichlich.
Die Lager, die die beiden Standards unterstützten, waren unterschiedlich aufgestellt: Um Blu-Ray hatte sich eine breite Koalition von Konzernen aus der Unterhaltungselektronik wie zum Beispiel Sony, Philips, Panasonic, LG, Pioneer und Sharp geschart, während HD DVD eher von Firmen aus dem IT-Umfeld wie Toshiba, NEC, Microsoft und Intel unterstützt wurde.
Die HD DVD erlebte jedoch Anfang 2008 ihr Waterloo. Warner Brothers, eines der weltweit bedeutendsten Filmstudios und damit einer der größten Content-Lieferanten, kündigte an, die Unterstützung für die HD DVD einzustellen. Dies setzte einen Domino-Effekt in Bewegung: Immer mehr Filmstudios ließen die HD DVD fallen wie eine heiße Kartoffel. Zudem hatte Sony die Playstation 3 mit einem Blu-Ray-Laufwerk ausgestattet.
Bereits im Februar 2008 erklärte Toshiba daraufhin, die Entwicklung und Produktion von HD-DVD-Hardware einzustellen. Damit war die HD DVD Geschichte.
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