Halbleiterfertigung und Datensouveränität Globalfoundries und Telekom prüfen sicheren europäischen Datenfluss für Chipproduktion

Von Sebastian Gerstl 1 min Lesedauer

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Globalfoundries und die Deutsche Telekom prüfen in einem gemeinsamen Projekt, wie sensible Produktionsdaten in der Chipfertigung innerhalb Europas verarbeitet, transportiert und gespeichert werden können.

Globalfoundries hat zusammen mit der Deutschen Telekom ein Projekt für sichere, europäische Datenflüsse in der Halbleiterproduktion gestartet.(Bild:  Globalfoundries)
Globalfoundries hat zusammen mit der Deutschen Telekom ein Projekt für sichere, europäische Datenflüsse in der Halbleiterproduktion gestartet.
(Bild: Globalfoundries)

Globalfoundries hat in Dresden ein Projekt mit der Deutschen Telekom gestartet, das sichere Datenflüsse in der Halbleiterproduktion untersuchen soll. Ziel ist ein Konzept, bei dem sensible Daten aus sicherheitskritischen Anwendungen ausschließlich über europäische Standorte, Netze und Rechenzentren verarbeitet, übertragen und gespeichert werden.

Adressiert werden vor allem Kunden aus Aerospace & Defense sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Für diese Bereiche spielen Datenhoheit, regulatorische Anforderungen und die Nachvollziehbarkeit von Produktions- und Lieferketten eine zentrale Rolle.

Datenlebenszyklus im Fokus

Globalfoundries und Telekom führen dazu ein gemeinsames Assessment durch. Betrachtet wird der gesamte Datenlebenszyklus in der Halbleiterfertigung, darunter Design- und Tape-out-Daten, Fertigungs-, Test- und Qualitätsdaten sowie Betriebs- und Serviceinformationen aus dem Feldeinsatz.

Technisch geht es unter anderem um Verschlüsselung, Segmentierung, Zugriffsverwaltung sowie den Einsatz europäischer Cloud-, Carrier- und Rechenzentrumsinfrastrukturen. Das Ziel beschreibt Globalfoundries als „Trusted European Flow“: Kritische Speicher- und Kommunikationspfade sollen innerhalb Europas verbleiben und auditierbar betrieben werden.

Angebote für kleinere Volumina

Das Konzept soll nicht nur für Großserien nutzbar sein. Globalfoundries plant, die sichere Infrastruktur auch für kleine und mittlere Unternehmen sowie Startups zugänglich zu machen. Am Standort Dresden sollen dafür neben bestehenden Großserienangeboten auch kleinere Volumina und Multi-Projekt-Wafer-Shuttles, etwa auf Basis der FDX-Technologie, mit optionalem europäischem End-to-End-Datenfluss angeboten werden.

Das neue Projekt baut auf einer bestehenden Zusammenarbeit zwischen Globalfoundries und Telekom auf. Beide Unternehmen haben in Dresden bereits eine KI-gestützte Predictive-Maintenance-Lösung für das Wafer-Transportsystem und weitere Produktionssysteme umgesetzt. Die dabei gewonnenen Erfahrungen mit Edge- und Cloud-Plattformen, sicherer Datenanbindung und industriellen IoT-Lösungen sollen in das neue Datenflusskonzept einfließen.(sg)

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