Consumer-Elektronik

Die 10 größten Elektronik-Flops

Seite: 8/10

Anbieter zum Thema

Platz 3: Metabox – die Skandal-Surfstation, die keiner wollte

Die Metabox 500 war eine sogenannte Surfstation - ein Gerät, das es möglich machen sollte, am heimischen Fernseher im Internet zu surfen. Das Gerät war praktisch ein vollwertiger PC, für die Internetanbindung sorgte ein 56K-Modem.

Kunden konnten die Metabox entweder kaufen oder mieten. Der gleichnamige Hersteller aus Hildesheim fungierte auch als Internet-Provider und verlangte für das Surfen im Web acht Pfennige (heute etwa vier Cent) pro Minute.

Insider schätzen, dass Metabox im Jahr 2000 nur etwa 10.000 Einheiten verkaufen konnte. Dennoch machte der Hersteller, der zu dieser Zeit an der Technologiebörse Neuer Markt notiert war, mit euphorischen Meldungen auf sich aufmerksam, die in einen Börsenskandal mündeten.

Angeblich hatte eine ausländische Firma mehrere hunderttausend Metaboxen bestellt. Größenordnung des Deals: Eine halbe Milliarde Mark (rd. 255 Millionen Euro). Der Preis der Aktie schoss in ungeahnte Höhen. Weitere Großaufträge wurden bekanntgegeben.

Branchenexperten zweifelten an deren Echtheit, der Aktienkurs brach dramatisch ein. Im Mai 2001 folgte der Insolvenzantrag. Er wurde etwas später wieder zurückgezogen. Im Herbst 2002 war jedoch nichts mehr zu retten.

(ID:28205660)