Mehr als 300 Aussteller, drei Fachkonferenzen und ein Programm zu Radar, integrierten Mikrowellenschaltungen, 6G und Millimeterwellentechnik: Die European Microwave Week 2026 findet vom 4. bis 9. Oktober im ExCeL London statt.
Den fachlichen Rahmen bildet die European Radar Conference sowie das angekündigte 6G-Forum auf der EuMW in London.
(Bild: Konstantin Gastmann)
Die European Microwave Week gehört zu den zentralen europäischen Veranstaltungen für Hochfrequenz-, Mikrowellen- und Radartechnik. 2026 steht die Veranstaltung unter dem Leitthema „Radiating Change, Microwaves for a Sustainable Tomorrow“. Im Mittelpunkt stehen damit nicht nur neue Komponenten und Systeme, sondern auch die Frage, wie sich Mikrowellentechnik energieeffizienter und nachhaltiger entwickeln lässt.
Zur EuMW gehören drei Fachkonferenzen: die European Microwave Integrated Circuits Conference (EuMIC), die European Microwave Conference (EuMC) und die European Radar Conference (EuRAD). Die Themen reichen von integrierten HF-Schaltungen und Antennen über Packaging und Messtechnik bis zu Radar, Funkkommunikation und Sensorsystemen.
Mehr als 300 Aussteller aus der HF- und Mikrowellenbranche
Im offiziellen Ausstellerführer nennt der Veranstalter mehr als 300 internationale Aussteller. Vertreten sind unter anderem Messtechnikhersteller, Halbleiteranbieter, Entwickler von MMICs und Antennensystemen sowie Forschungsinstitute. Zu den Ausstellern gehören beispielsweise Rohde & Schwarz, Keysight, Ansys, Microchip Technology, MACOM Technology Solutions, Marki Microwave, Maury Microwave, Richardson RFPD, Teledyne e2v Semiconductors, United Monolithic Semiconductors und WIN Semiconductor. Auch Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer FHR, Fraunhofer IAF, Fraunhofer IZM, IHP und imec sind im Ausstellerumfeld vertreten.
Damit bildet die Ausstellung einen großen Teil der HF-Signalkette ab. Das reicht von Halbleitern und integrierten Mikrowellenschaltungen über Antennen und passive Komponenten bis zu Messgeräten und Simulationssoftware.
Höhere Frequenzen erhöhen den Messaufwand
Ein Schwerpunkt der EuMW liegt auf Millimeterwellen- und Sub-THz-Systemen. Mit steigender Frequenz verändern sich die Anforderungen an Leitungen, Steckverbinder, Kalibrierung und Messaufbau. Verluste in Signalpfaden nehmen zu, mechanische Toleranzen wirken sich stärker aus und die Charakterisierung von Komponenten wird empfindlicher gegenüber Übergängen und Fehlanpassungen.
Das betrifft unter anderem:
Vektornetzwerkanalysatoren und Millimeterwellenkonverter,
Antennen- und Over-the-Air-Messungen,
Radar- und Sensorsysteme,
Satellitenkommunikation,
Leistungsverstärker und Frontends,
Filter, Mischer und integrierte HF-Schaltungen.
Die Ausstellerinformationen zur EuMW 2026 reichen bei einzelnen Messlösungen bis zu Frequrnzen von 330 GHz. Für Entwickler stellt sich dabei nicht nur die Frage nach der maximalen Frequenz eines Messgeräts. Entscheidend sind auch die verfügbare Dynamik, das Messrauschen, die Kalibrierstrategie und die Rückführung der Messung.
Radar und 6G verbinden Kommunikation und Sensorik
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Verbindung von Funkkommunikation und Umfelderfassung. Unter dem Begriff Integrated Sensing and Communication (ISAC) werden Konzepte zusammengefasst, bei denen ein Funksystem gleichzeitig Daten überträgt und Informationen über seine Umgebung gewinnt. Für solche Systeme müssen Testaufbauten mehr als nur eine Entfernung oder eine Relativgeschwindigkeit simulieren. Relevant sind auch die Winkelinformation, die Reflexionseigenschaften eines Objekts und zeitabhängige Bewegungsmuster. Eine besondere Rolle spielen dabei Mikro-Doppler-Signaturen. Sie können beispielsweise charakteristische Bewegungen von Rotoren, Rädern oder Gliedmaßen abbilden und damit die Klassifizierung von Objekten unterstützen.
Die European Radar Conference und das auf der EuMW angekündigte 6G-Forum bieten dafür den passenden fachlichen Rahmen. Für die Messtechnik entstehen neue Anforderungen: Signale müssen reproduzierbar, phasenstabil und häufig mehrkanalig erzeugt und ausgewertet werden. Gleichzeitig müssen die Testfälle ausreichend realistisch sein, um Algorithmen und Sensorsysteme unter definierten Bedingungen zu validieren.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Nachhaltigkeit als übergeordnetes Thema
Mit dem Leitthema „Microwaves for a Sustainable Tomorrow“ rückt die EuMW außerdem die Nachhaltigkeit der Mikrowellentechnik in den Mittelpunkt. Technisch relevant sind dabei unter anderem der Wirkungsgrad von HF-Leistungsverstärkern, der Energiebedarf von Funk- und Radarsystemen sowie der Material- und Fertigungsaufwand bei Hochfrequenzkomponenten.
Auch die Messtechnik selbst ist davon betroffen. Kürzere Testzeiten, automatisierte Messabläufe und eine bessere Ausnutzung vorhandener Testressourcen können den Energie- und Anlagenaufwand in Entwicklung und Produktion verringern. Ob und wie stark diese Aspekte auf der EuMW 2026 in konkreten Fachbeiträgen behandelt werden, lässt sich anhand des laufend aktualisierten Konferenzprogramms weiter präzisieren. (heh)