Röntgeninspektion in der Elektronikfertigung 3D-CT-System für Inline- und High-Mix-Prüfung

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Mit dem Multi Line AXI stellt Göpel ein neues 3D-CT-Röntgensystem für die Elektronikfertigung vor. Es soll 2D-, 2,5D- und 3D-Prüfungen kombinieren, Baugruppen bis 25 kg aufnehmen und sich sowohl inline als auch stand-alone einsetzen lassen.

Göpel stellt neues 3D-CT-Röntgen-Inspektionssystem Multi Line AXI vor.(Bild:  Göpel Electronic)
Göpel stellt neues 3D-CT-Röntgen-Inspektionssystem Multi Line AXI vor.
(Bild: Göpel Electronic)

Göpel erweitert das Portfolio für die Röntgeninspektion um das Multi Line AXI. Das System basiert auf planarer 3D-CT und kombiniert einen schnellen Flat-Panel-Detektor mit einem synchronisierten 7-Achsen-System. Damit sollen On-the-fly-CT-Aufnahmen in weniger als zwei Sekunden möglich sein. Die Voxel-Auflösung gibt der Hersteller mit bis zu 8 µm an.

Je nach Prüfaufgabe kann das Multi Line AXI laut Göpel zwischen 2D-, 2,5D- und 3D-Röntgen wechseln. Zum Einsatz kommen Mikrofokus-Röntgenröhren; die 3D-Rekonstruktion erzeugt volumetrische Bilder und Modelle aus den aufgenommenen Daten. Der Inspektionsbereich misst 810 mm × 535 mm, die obere Bauteilfreiheit beträgt 105 mm. Im Transportsystem können Baugruppen bis 25 kg geprüft werden. Damit zielt Göpel sowohl auf kleinere Baugruppen als auch auf größere Anwendungen, etwa aus der Leistungselektronik.

Das System lässt sich als Inline-, At-Line- oder Stand-alone-Lösung einsetzen. Ebenso kann es an das MES des Herstellers sowie an Traceability-Systeme angebunden werden. Göpel nennt insbesondere High-Mix-Low-Volume-Fertigungen als mögliches Einsatzfeld. Für die Bedienung nutzt das Multi Line AXI die PILOT‑Softwareplattform. Prüfprogramme können auf Basis von Gerber-, Bestück- und weiteren CAD-Daten automatisch angelegt werden. Bei der PASS-/FAIL-Bewertung sollen KI-Assistenten unterstützen.

Zur Auswertung gehören unter anderem Void-Berechnungen sowie die Messung des THT‑Füllgrads. Ziel ist es, die Programmierzeiten zu verkürzen und die Röntgendaten schneller in verwertbare Prüfergebnisse zu überführen. Das System kommt ohne pneumatische Komponenten und Druckluft aus. Das soll Installation, Wartung und Betrieb vereinfachen und das Eigengewicht liegt bei 2,7 t, der Footprint bei 1.600 mm × 1.660 mm. (sb)

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