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7. Android Honeycomb – der gescheiterte iPad-Konkurrent
Die Android-Version 3.x mit dem Codenamen Honeycomb (Honigwabe) war ausschließlich für Tablets vorgesehen.
Erst in der Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) wollte Google die Entwicklungsstränge für Smartphones und Tablets wieder zusammenführen.
Als erstes Android-Tablet erhielt das Motorola Xoom Anfang des Jahres 2011 das Honeycomb-Betriebssystem.
Andy Rubin, der Chef des Android-Entwicklerteams bei Google, gibt selbst zu, dass Android 3.0 überhastet ausgeliefert wurde, um für das Xoom-Tablet verfügbar zu sein.
Der Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research sparte denn auch nicht mit Kritik. Seiner Meinung nach war die erste Honeycomb-Version "ein kompletter Rohrkrepierer", der instabil, schlecht durchdacht und für den Benutzer verwirrend sei.
Auch Abstürze und System-Freezes waren laut Chowdhry keine Seltenheit. Auch der Stromverbrauch zeigte sich sehr inkonsistent, eine Akkuladung reichte im Betrieb mal für zwei, mal für sechs Stunden.
Anders als bei den Vorgängerversionen hat Google bisher auch den Quellcode von Honeycomb nicht veröffentlicht.
Dies soll erst dann geschehen, wenn die Entwicklungsstränge für Smartphones und Tablets in der Version 4.0 wieder vereinigt werden.
Laut Andy Rubin wollte man vermeiden, dass ein "wirklich schlechter Benutzereindruck" entstehe, wenn ein Hersteller versuche, Honeycomb auf ein Handy zu portieren.
Inzwischen sind zwar neue Releases veröffentlicht worden, es ist jedoch abzusehen, dass Honeycomb nur eine Zwischenversion bleiben wird, die auf dem Markt kaum Niederschlag finden wird.
Mitte Oktober waren gerade mal 1,9 Prozent aller Android-Geräte mit Honeycomb ausgerüstet – und inzwischen ist die Nachfolgeversion 4.0 bereits verfügbar.
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