KI-Robotik in Europa Wie Spezialroboter Industrie und Alltag der Zukunft prägen sollen

Von Manuel Christa 2 min Lesedauer

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15 hochmoderne Roboter beweisen im EU-Parlament, wie sie künftig unseren Alltag prägen könnten. Vom Haushaltshelfer bis zur autonomen Lieferdrohne demonstrieren die Maschinen vielfältige Fähigkeiten für eine neue europäische Industrie.

KI-basierende Robotik hat das Potenzial sich in zehn bis fünfzehn Jahren zu einem Industriezweig in Europa hin zu entwickeln, der in der Größe und Bedeutung der heutigen Automobilindustrie entspricht. Hier ist zu sehen, wie DLR-Roboter Rollin‘ Justin eigenständig eine Alltagsaufgabe übernimmt und die Küchenpflanze wässert.(Bild:  DLR (CC BY-NC-ND 3.0))
KI-basierende Robotik hat das Potenzial sich in zehn bis fünfzehn Jahren zu einem Industriezweig in Europa hin zu entwickeln, der in der Größe und Bedeutung der heutigen Automobilindustrie entspricht. Hier ist zu sehen, wie DLR-Roboter Rollin‘ Justin eigenständig eine Alltagsaufgabe übernimmt und die Küchenpflanze wässert.
(Bild: DLR (CC BY-NC-ND 3.0))

Am 2. September 2026 zeigten 15 der weltweit fortschrittlichsten KI-basierten Roboterin Brüssel, dass sie als europäische Lösung mit der amerikanischen und asiatischen Konkurrenz mithalten können. Das Spektrum reichte von humanoiden Systemen über vierbeinige Laufroboter bis hin zu Greifdrohnen und industriellen Demontageanlagen. Initiiert hatte die Demonstration das europäische Exzellenznetzwerk Eu-Robin, das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert wird.

Rund 170 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Forschung diskutierten vor Ort, wie Europa seine Spitzenforschung in wettbewerbsfähige Produkte überführt. In zehn bis 15 Jahren soll sich die KI-basierte Robotik zu einem Industriezweig entwickeln, der dem heutigen Automobilsektor an Größe und Bedeutung gleicht. Die vorgeführten Systeme möchten demonstrieren, wie nah Forschung und Alltagspraxis bereits beieinanderliegen.

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Feingefühl am Küchentisch und Demontage im Akkord

Besonderes Aufsehen erregte ein Team aus vier persönlichen Assistenzrobotern, zu denen auch der humanoide DLR-Roboter Rollin’ Justin gehörte. Die Systeme räumten völlig autonom und im Verbund einen Frühstückstisch ab. Dabei erkannten die Greifarme die willkürlich abgestellten Gegenstände selbstständig: Sie packten empfindliche Teller behutsam an, balancierten leichte Müslischachteln, beluden den Geschirrspüler, räumten Lebensmittel in den Kühlschrank und warfen Reste in den Abfalleimer.

Dass Roboter auch die Kreislaufwirtschaft voranbringen können, demonstrierten fünf weitere Teams. Ihre mobilen Demontagesysteme zerlegten gebrauchte Laptops und nahmen Staubsaugerroboter gezielt auseinander. Ausgerüstet mit optischer Sensorik und präzisen Werkzeugen trennten die Maschinen wiederverwertbare Baugruppen sauber ab. Diese Technologie soll künftig wertvolle Rohstoffe retten und industrielle Aufarbeitungsprozesse wirtschaftlich rentabel machen.

Zentauren und Greifdrohnen meistern Außenbereiche

Für logistische Aufgaben unter freiem Himmel traten agile Spezialmaschinen an. Bei der autonomen Paketzustellung steuerten ein Zentauren-Roboter, ein Vierbeiner auf Rädern sowie eine mit Greifarmen ausgestattete Drohne sicher durch unwegsames Gelände. Zudem führten Industriepartner mehrbeinige humanoide Roboter vor, die künftig anspruchsvolle Inspektions- und Wartungsaufgaben in schwierigen Umgebungen übernehmen sollen.

Die Leistungsschau unterstrich Europas technologische Stärken bei der autonomen Navigation und feinfühligen Greiftechnik. Nun gelte es, diese Vorsprünge zu sichern, betonte Prof. Alin Albu-Schäffer, Direktor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik und Koordinator von Eurobin: „Die Herausforderung besteht nun darin, diese Stärke in einen industriellen Maßstab, einen flächendeckenden Einsatz und europäische technologische Souveränität umzusetzen. KI-basierte Robotik bietet uns die Möglichkeit, europäische Exzellenz in der Robotik mit den außergewöhnlichen Fortschritten zu verbinden, die im Bereich der KI in den letzten Jahren stattgefunden haben“.

(mc)

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