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Vom Flüchtling zum Fachmann; Tipps zur erfolgreichen Integration

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Vorbereitungspraktika und Qualifizierungsprogramme

Als wegweisend bezeichnet Andreas Tielmann, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lahn-Dill, das Konzept der Unternehmensgruppe: „Wir werden uns dafür einsetzen, dass weitere Unternehmen diesem Beispiel folgen und ebenfalls Vorbereitungspraktika oder Qualifizierungsprogramme für Flüchtlinge anbieten.“

Dank des erfolgreichen Pilotprojekts seien die Anforderungen für solche Programme nun transparent. Es brauche etwa weiterführende Sprachkurse und die Möglichkeit, zwischen Wohnort und Praktikumsplatz zu pendeln. Ein vom Lahn-Dill-Kreis gestellter Pädagoge steht während des Projekts als Ansprechpartner für Betriebe und Praktikanten zur Verfügung. Angesichts der zahlenmäßigen und fachlichen Dimension einer solchen Aufgabe sieht Tielmann das Land gefordert, mit seiner zentralen Kompetenz personell und finanziell die Voraussetzungen zu schaffen.

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Für diese Herausforderungen haben die Friedhelm Loh Group und der Lahn-Dill-Kreis Lösungen gefunden und Empfehlungen formuliert. Unternehmen betreten also nicht länger Neuland, wenn sie Flüchtlinge fit für eine Ausbildung machen wollen.

Gemeinsam mit der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen (GWAB) in Wetzlar haben die Kreise Lahn-Dill und Limburg-Weilburg die Leitlinien der Potenzialanalyse und Qualifizierungsmaßnahmen in einem Förderantrag an das Land Hessen zusammengefasst:

„Auf der Grundlage der Erfahrungen, die wir mit dem Pilotprojekt der Friedhelm Loh Group sammeln konnten, ist ein tragfähiges Konzept für die Zukunft entstanden“, so Stephan Aurand, Hauptamtlicher Kreisbeigeordneter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der GWAB: „Wir möchten damit den Flüchtlingen in unserem Land bessere Chancen auf die Integration in den Arbeitsmarkt und damit auf ein besseres Leben bieten.“

Potenziale ausloten, Talente fördern und Qualifizierungen ermöglichen, so lautet das Konzept des Projekts, das nach seiner Pilotphase weiterlaufen soll. Und auch für Khaibar Fatehzada und Eyobel Gebreyesus geht es weiter. Beide starten in ihre Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer bei Rittal. Der Traum, für den sie gekämpft haben, hat sich erfüllt. Auch wenn sie Schweres hinter sich haben, können sie den Blick nun optimistisch nach vorne richten – weil sie eine Perspektive haben.

Aufgrund des großen Erfolgs und der vielen positiven Erfahrungen auf beiden Seiten hat das Unternehmen einen Ratgeber herausgebracht, damit noch mehr Ausbildungsbetriebe Projekte zur Integration starten und den gesellschaftlichen Fortschritt aktiv mitgestalten.

Ratgeber Integration: Tipps für Unternehmen

Der praxisnahe Ratgeber der Friedhelm Loh Group zeigt konkrete Lösungswege zur beruflichen Qualifizierung von Flüchtlingen auf, gibt Tipps und Hilfestellung, listet Anlaufstellen und motiviert zum Nachahmen. Denn das Unternehmen ist überzeugt: Es lohnt sich. Der Ratgeber vermittelt, wie mittelständische Unternehmen sich aktiv und gemeinsam mit Partnern aus der Politik am gesellschaftlichen Fortschritt beteiligen können.

Der kostenfreie Ratgeber steht auf den Webseiten von Rittal und der Friedhelm Loh Group zum Download bereit. Flüchtling, zeigt konkrete Lösungswege zur beruflichen Qualifizierung von Flüchtlingen

Fazit: Dass das Projekt in der Friedhelm Loh Group und in der Ausbildungswerkstatt von Rittal so gut geklappt hat, führt Ausbildungsleiter Hecker auf die gemeinsamen Werte im Familienunternehmen zurück: „Diese Werte wollen wir leben – gegenüber den Flüchtlingen, aber auch gegenüber den anderen Mitarbeitern. Und das ist in jeder anderen Firma genauso möglich.“

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