Geopolitik als Geschäftsbremse US-Widerstand: Übernahme von Lumileds durch San’an scheitert

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Der chinesische Chipkonzern San’an Optoelectronics zeigte Interesse am niederländischen LED-Hersteller Lumileds. US-Behörden blockierten den Deal aus Sicherheitsgründen. Der Vorgang zeigt, wie stark geopolitische Spannungen mittlerweile Einfluss nehmen.

San'ans Interesse an Lumileds wurde von der US-Regierung unterbunden.(Bild:  Lumileds)
San'ans Interesse an Lumileds wurde von der US-Regierung unterbunden.
(Bild: Lumileds)

Die geplante Übernahme von Lumileds durch San’an Optoelectronics und den malaysischen Partner Inari Amertron wurde nach Intervention der US-Behörden aufgegeben. Die Transaktion war im August 2025 vorbehaltlich der üblichen Genehmigungsverfahren angekündigt worden – und scheiterte nun am zuständigen Ausschuss für Auslandsinvestitionen in den USA (CFIUS), wie Trendforce berichtet.

Der Ausschuss sah in der Transaktion „nicht lösbare nationale Sicherheitsrisiken“ und forderte die beteiligten Unternehmen zum Rückzug auf. Damit scheitert erneut der Versuch eines chinesischen Investors, den LED-Spezialisten zu übernehmen. Bereits 2016 war ein ähnlicher Deal aus vergleichbaren Gründen gestoppt worden.

Der Fall ist ein weiteres Beispiel für die zunehmende Politisierung von Technologieinvestitionen. Besonders im Halbleiter- und Photonikbereich gelten Übernahmen zunehmend als sicherheitsrelevant – selbst dann, wenn es sich nicht um klassische High-End-Chipfertigung handelt.

Für San’an hätte die Akquisition den Zugang zu internationalen Märkten und Patentnetzwerken erleichtert. Lumileds zählt zu den führenden Herstellern von LED-Komponenten, insbesondere im Automotive-Bereich und bei Premium-Anwendungen. San’an kündigte an, seine Internationalisierungsstrategie trotz des gescheiterten Deals weiterzuverfolgen. (sb)

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