Mixed-Signal-Oszilloskop Tektronix verwandelt das Oszilloskop zu einem Tablet

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Mit der Serie 2 bringt Tektronix ein Oszilloskop auf den Markt, das sich wie ein Tablet bedienen lässt. Dazu bietet das mobile Oszilloskop einen Touchscreen, aber auch physische Schalter und Drehknöpfe. Selbst ein Akkupack ist für das Tabelt verfügbar.

Oszilloskop als Tablet: Die Serie 2 von Tektronix bietet einen großen Touchscreen, aber auch Schalter und Regler. Ein optionales Akkupack für bis zu acht Stunden erlaubt den mobilen Einsatz des MSO.
Oszilloskop als Tablet: Die Serie 2 von Tektronix bietet einen großen Touchscreen, aber auch Schalter und Regler. Ein optionales Akkupack für bis zu acht Stunden erlaubt den mobilen Einsatz des MSO.
(Bild: Tektronix)

Mobile Messtechnik ist gefragt: Dank eines wachsenden Embedded-Marktes von bis zu sechs Prozent ist elektronische Messtechnik gefragt. Entwickler müssen mehr Busse debuggen und überprüfen, die Stromversorgungen werden komplexer, Messaufgaben müssen schneller erledigt werden und oftmals ist kaum noch Zeit, das Oszilloskop in allen Details kennenzulernen.

Ein schneller Überblick gerade bei den Einsteiger-Oszilloskopen ist für Elektronikentwickler entscheidend. Schaut man auf die Geschichte der Einsteiger-Oszilloskope von Tektronix, so begann sie im Jahr 1997 mit dem TDS200. Im Jahr 2005 folgte das TDS2000, 2008 dann das MSO/DPO200 und im Jahr 2016 kam das TBS2000 auf den Markt.

Jetzt geht das amerikanische Messtechnik-Unternehmen einen weiteren Schritt: Bei der Serie 2 der Mixed-Oszilloskop-Serie von Tektronix gibt es einen entscheidenden Unterschied. Das Gerät gleicht mehr einem Tablet für mobiles Arbeiten als einem klassischen Box-Messgerät. Doch im Unterschied zu einem Tablet verfügt die Serie 2 weiterhin über die bei einem Oszilloskop üblichen physischen Bedienknöpfe. Und trotzdem. Es ist das erste tragbare Oszilloskop, welches die Leistungsfähigkeit eines Tischgerätes und eines mobilen Messgerätes kombiniert. Das wird auch beim Gewicht von weniger als 1.800 g und eine Dicke von 38 mm deutlich. Mit diesen Eckdaten kann der Anwender das Oszilloskop in einem Rucksack verstauen und ist damit mobil.

Touchscreen mit 10,1 Zoll

Wesentliches Merkmal des Tablet-ähnlichen Oszilloskops ist der Touchscreen mit einer Größe von 10,1 Zoll. Aktuell bietet Tektronix die Serie 2 mit zwei Geräten an. MSO22 mit zwei analogen Kanälen und MSO24 mit vier Kanälen. Allen Geräten gemein sind Bandbreiten von 70, 100, 200, 300 und 500 MHz. Bei den digitalen Kanälen stehen immer 16 Kanäle zur Verfügung.

Neben den Funktionen eines Oszilloskops sind in der Serie 2 ein optionaler Arbitrary Function Generator (AFG) mit 50 MHz und einem Kanal, ein Pattern-Generator mit vier Bit, ein Voltmeter mit fünf Stellen sowie ein Frequenzzähler integriert. Zu den integrierten Trigger-Funktionen gehören Edge, Pulse Width, Runt, Timeout, Logic, Setup & Hold, Rise/Fall Time sowie Parallel Bus. Auf der Seite der Busanalyse lassen sich I²C, SPI, UART, CAN, CAN-FD, LIN und SENT untersuchen.

Akkubetrieb für mobilen Einsatz

Akkubetrieb: Der optionale austauschbare Akku bietet eine garantierte Kapazität für bis zu acht Stunden.
Akkubetrieb: Der optionale austauschbare Akku bietet eine garantierte Kapazität für bis zu acht Stunden.
(Bild: Tektronix)

Eine Besonderheit der Serie 2 ist das optional austauschbare Akku-Pack. Der Hersteller garantiert eine Akku-Kapazität für bis zu acht Stunden. Dafür stehen Akkupacks für zwei Slots bereit. Allerdings wird das Gerät nur mit einem Akkupack ausgeliefert. Ein zweites Akkupack muss nachträglich bestellt werden. Ebenfalls nachträglich bestellt werden muss ein externes Ladekabel für die Serie 2.

Eine weitere Besonderheit für ein tragbares Messgerät ist seine VESA-Schnittstelle. Wie bei elektronischen Displays kann das Oszilloskop der Serie 2 auf einen schwenkbaren Arm installiert werden. Somit hat man auf dem Laborarbeitsplatz mehr Platz. Tektronix hat ein optionales Rack-Montage-Kit (2-RM) entwickelt, das an einer VESA-Halterung angebracht werden kann. Dazu muss man keine Abdeckungen entfernen.

Mobiles Arbeiten dank Remote-Zusammenarbeit

Entwickler weltweit können dank der integrierten Software-Werkzeuge zusammenarbeiten, Fehler in ihren Schaltungen suchen und Designs debuggen. Dazu sind die Oszilloskope der Serie 2 mit TekDrive ausgestattet. Dabei handelt es sich um einen virtuellen Arbeitsbereich für Test- und Messdaten in der Cloud. Messdaten lassen sich in die Cloud laden, speichern und gemeinsam nutzen. Außerdem können die Entwickler weltweit die Messdaten analysieren.

Neben TekDrive bietet Tektronix als Software noch Reomote Control für die Fernsteuerung von Geräten an sowie TekScope. Mit Letztere lassen sich Messdaten vom Oszilloskop direkt an einen Computer übertragen. Aber auch weitere Busse können mit der Software analysiert werden. Außerdem stehen Datentrends, Histogramme und Jitter-Analysen bereit.

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