gesponsertF&E-Standort Kärnten COMET‑Projekt: Mikroelektronik treibt KI in vernetzten Systemen an

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Kärnten baut seine Position als Forschungs- und Entwicklungsstandort für Mikroelektronik, künstliche Intelligenz und vernetzte Systeme gezielt aus. Das neue COMET-Zentrum ARC macht deutlich, wohin die Reise geht: hin zu Systemen, die unter wechselnden Bedingungen stabil bleiben, auf Störungen reagieren und sich selbst anpassen.

Forschung und Anwendung greifen in Kärnten eng ineinander: Robotik, Automatisierung und KI werden gemeinsam mit Industriepartnern weiterentwickelt.(Bild:  Standortmarketing Kärnten / Michael Stabentheiner)
Forschung und Anwendung greifen in Kärnten eng ineinander: Robotik, Automatisierung und KI werden gemeinsam mit Industriepartnern weiterentwickelt.
(Bild: Standortmarketing Kärnten / Michael Stabentheiner)

Elektronikbasierte Systeme entscheiden zunehmend darüber, wie widerstandsfähig, autonom und effizient industrielle Anwendungen funktionieren. Sensorik, Embedded Software, Mikroelektronik, Datenanalyse und künstliche Intelligenz wachsen enger zusammen – und genau an dieser Schnittstelle positioniert sich Kärnten.

Der Standort setzt auf ein technologisches Ökosystem, das Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Technologieparks und Industrieunternehmen miteinander verbindet. Für Unternehmen aus der Elektronikindustrie ist diese Kombination relevant, weil Entwicklungsprojekte heute selten nur eine Disziplin betreffen. Wer intelligente Sensorik, robuste Kommunikationsstrukturen, autonome Systeme oder KI-basierte Regelung entwickeln will, braucht gleichzeitig Zugang zu Infrastruktur, wissenschaftlicher Expertise und Partnern für den Transfer in die Anwendung.

Resilienz als technische Anforderung

Ein zentrales Beispiel ist das neue COMET-Zentrum ARC – Autonomic Resilience in Dynamic Networked Systems – an den Lakeside Labs und der Universität Klagenfurt. Mit einem Budget von 22,8 Millionen Euro soll es im Januar 2027 starten. Im Fokus steht die Widerstandsfähigkeit dynamisch vernetzter Systeme: Systeme, die trotz wechselnder Bedingungen stabil bleiben, auf Störungen reagieren und sich an neue Situationen anpassen.

Für industrielle Anwendungen ist dieser Ansatz unmittelbar relevant. Vernetzte Produktionsanlagen, Energiesysteme, Mobilitätslösungen oder kritische Infrastrukturen müssen auch dann funktionieren, wenn Kommunikationswege ausfallen, Umgebungsdaten unsicher sind oder Teilsysteme unerwartet versagen. Resilienz ist damit keine abstrakte Forschungskategorie, sondern eine konkrete Entwicklungsaufgabe für Elektronik, Software und Systemarchitektur.

ARC schafft in Kärnten einen Rahmen, in dem Forschung, Industrie und unterschiedliche Fachrichtungen langfristig zusammenarbeiten. Entscheidend ist dabei der gemeinsame Blick auf technische Systeme und die Organisationen, die sie betreiben. Gerade in Krisen zeigt sich, dass robuste Technologie allein nicht genügt: Informationen und die Entscheidungsfindung der autonomen Systeme müssen verständlich sein, Verantwortlichkeiten klar und Entscheidungen nachvollziehbar. Diese Verbindung zeichnet das neue Zentrum aus

Claudia Prüggler, Geschäftsführerin der Lakeside Labs


Kurze Wege zwischen Forschung und Anwendung

Im Umfeld des Lakeside Science & Technology Parks entstehen neue Lösungen für autonome Systeme, unterstützt durch Europas größte Drohnenhalle für Forschung und Entwicklung.
(Bild: Standortmarketing Kärnten / Johannes Puch)

Kärnten verfügt über mehrere miteinander verbundene Innovationsräume. Der Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt bündelt Kompetenzen rund um digitale Innovation, IKT und vernetzte Systeme. Dort sind Forschungseinrichtungen wie Lakeside Labs angesiedelt, ebenso wie spezialisierte Infrastruktur für anwendungsnahe Entwicklung – darunter eine Indoor-Drohnenflughalle, die realitätsnahe Tests autonomer Flugsysteme unter kontrollierten Bedingungen ermöglicht.

Der Technologiepark Villach stärkt die Vernetzung von Mikroelektronik, Forschung und Industrie und bildet einen wichtigen Baustein des Kärntner Innovationsökosystems.
(Bild: Standortmarketing Kärnten / Michael Stabentheiner)

Ein zweiter Schwerpunkt liegt in Villach: Mikroelektronik, Electronic Based Systems und Sensorik gelten dort als Teil der smarten Spezialisierung der Region. Laut Standortmarketing sind in Kärnten 277 Betriebe im Bereich Mikroelektronik und Electronic Based Systems tätig – eine Dichte, die Unternehmen interessant macht, die Forschungskooperationen suchen oder eigene Entwicklungsprojekte beschleunigen wollen. Der Nutzen entsteht nicht durch einzelne Institute oder Parks allein, sondern durch die räumliche Nähe der Akteure: Forschung, Entwicklung, Prototyping, Testumgebungen und industrielle Anwendung lassen sich enger verzahnen als anderswo.

In Kärnten entwickeln wir Schlüsseltechnologien für die europäische Mikroelektronik: effiziente Leistungselektronik, intelligente Sensorsysteme und KI-basierte Systemintegration. 
Damit leisten wir einen Beitrag zur Energiewende und zur digitalen Souveränität Europas.

Dr. Christina Hirschl, Geschäftsführerin Silicon Austria Labs


Mikroelektronik als Basis für smarte Systeme

Mikroelektronik ist eine Kernkompetenz des Standorts Kärnten. Österreichs größter Forschungsreinraum, die SAL MicroFAB, steht als offene Forschungsplattform auch Industriepartnern zur Verfügung.
(Bild: Standortmarketing Kärnten / Michael Stabentheiner)

Mikroelektronik bildet das Fundament. Ohne leistungsfähige Sensorik, geeignete Halbleitertechnologien, zuverlässige Embedded-Systeme und robuste Schnittstellen lassen sich weder autonome Systeme noch KI-basierte Anwendungen in die Praxis übertragen. Forschungseinrichtungen wie Silicon Austria Labs – eines der führenden europäischen Institute für Electronic Based Systems – und die Universität Klagenfurt tragen dazu bei, diese Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Die technische Relevanz reicht über einzelne Branchen hinaus: Industrieautomatisierung, Energie- und Mobilitätssysteme, Robotik, kritische Infrastrukturen. Überall dort zeigt sich, warum Mikroelektronik, KI und vernetzte Systeme nicht getrennt betrachtet werden können. Erst ihr Zusammenspiel ermöglicht Systeme, die Daten erfassen, interpretieren, Entscheidungen unterstützen und auf veränderte Bedingungen reagieren.

Technologietransfer als Standortfaktor

Intelligente Produktionssysteme und Automatisierung zählen zu den Forschungsfeldern, in denen Kärnten Industrie und Wissenschaft vernetzt.
(Bild: Standortmarketing Kärnten / Michael Stabentheiner)

Für Entwicklungsleiter, CTOs und Innovationsverantwortliche zählt nicht nur, wo geforscht wird – sondern wie schnell Ergebnisse in belastbare Anwendungen überführt werden. Kärnten setzt dafür auf Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, auf Forschungsnetzwerke und spezialisierte Infrastruktur, die Unternehmen den Zugang zu Know-how, Partnern und Testmöglichkeiten erleichtern.

Das neue COMET-Zentrum ARC macht sichtbar, wohin sich der Standort entwickelt: hin zu resilienten, vernetzten und autonomen Systemen, bei denen Mikroelektronik, KI und industrielle Anwendung nicht nebeneinander stehen, sondern ineinandergreifen.

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