Hochtechnologie des Altertums 7 rätselhafte antike Technikwunder – Wahrheit oder Mythos?

Aktualisiert am 08.06.2022 Von Franz Graser

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Alle Jahre wieder tauchen sie auf: Berichte über Glühbirnen aus dem alten Ägypten, rätselhafte Pyramidenkräfte oder Batterien aus dem antiken Irak. ELEKTRONIKPRAXIS versucht, sieben Technikwunder der Antike zu ergründen und beurteilt deren Wahrheitsgrad.

Die sogenannte „Glühbirne von Dendera“ gibt zu vielerlei Spekulationen Anlass. Zahlreiche Parawissenschaftler halten das blasenförmige Gebilde auf dem Relief tatsächlich für die Darstellung einer Glühlampe. Ägyptologen und Physiker sagen: Unsinn.
Die sogenannte „Glühbirne von Dendera“ gibt zu vielerlei Spekulationen Anlass. Zahlreiche Parawissenschaftler halten das blasenförmige Gebilde auf dem Relief tatsächlich für die Darstellung einer Glühlampe. Ägyptologen und Physiker sagen: Unsinn.
(Bild: / CC0)

Update 8. Juni 2022: Wir haben den Artikel für Sie aktualisiert und mit interessanten Verlinkungen versehen.

Originalmeldung: Keine Frage: Die Menschen der Antike verfügten über beachtliches technisches Wissen. Davon zeugen nicht zuletzt spektakuläre Baudenkmäler wie die Pyramiden, die Akropolis von Athen oder das römische Kolosseum. Viele Kenntnisse des Altertums, zum Beispiel aus der Astronomie oder der Medizin, gingen leider in den Wirren der Zeit unter und mussten mühsam neu entdeckt werden. Aber wurden die Pharaonengräber wirklich beim Schein elektrischer Lampen ausgeschachtet, wie manche Bestsellerautoren und Parawissenschaftler vermuten? Wohnen den Pyramiden tatsächlich geheime elektromagnetische Kräfte inne? Und was verbarg sich hinter dem geheimnisvollen griechischen Feuer?

Die rätselhaften Pyramidenkräfte

Die ägyptischen Pyramiden haben die Menschen zu allen Zeiten fasziniert. Denn die gewaltigen Grabbauten stellen eine architektonische und logistische Meisterleistung dar, die heute noch Respekt abnötigt. Schließlich ist die Frage, wie die Ägypter diese Monsterbauten vor 4500 Jahren errichten konnten, noch nicht abschließend geklärt.

Hier endet die Faszination aber noch nicht: Immer wieder kann man lesen, die Pyramiden hätten geheimnisvolle elektromagnetische Energien. Ihnen werden sogar heilende und verjüngende Fähigkeiten zugesprochen. Angeblich bleiben Nahrungsmittel länger frisch und Rasierklingen sollen sich von selbst wieder schärfen, wenn sie in einer Pyramide aufbewahrt werden.

Was steckt dahinter? Tatsache ist, dass ein tschechischer Ingenieur namens Karel Drbal 1959 in Prag ein Patent für einen Mechanismus anmeldete, mit dem neue Rasierklingen ihre Schärfe behalten sollen. Der Mechanismus wird wie folgt beschrieben: „Die Klinge wird unter einer hohlen Pyramide, die aus einem dielektrischen Material wie starkem Papier, Paraffinpapier, Pappe oder Plastik besteht, im Magnetfeld der Erde platziert. Die Pyramide hat eine Öffnung an der Basis, durch die die Klinge eingesetzt wird.“

Es sei hilfreich, die Klinge in Nord-Süd-Richtung auszurichten, die Pyramide sei dann so auszurichten, dass die Seitenwände jeweils nach Norden, Süden, Osten und Westen zeigen. Die Rasierklinge sollte dann ein bis zwei Wochen in der Pyramide verbleiben.

Hobbybastler wie ernsthafte Forscher haben in der Zwischenzeit versucht, den angeblichen Effekt der sich selbst schärfenden Klinge zu beobachten – in der Regel ohne Erfolg. Auch eine Episode der populären Sendung „Mythbusters“ beschäftigte sich mit dem Phänomen. und konnte den Effekt nicht verifizieren. Das Online-Magazin Skeptic sprach 2006 mit Kari Byron vom „Mythbusters“-Team. Ihr Urteil war vernichtend: „Wir betrachteten die Klinge unter dem Elektronenmikroskop, und es sah wirklich nicht so aus, als ob die Klinge schärfer geworden wäre oder auch nur ihre Schärfe behalten hätte.“ Auch die oft behauptete Eigenschaft, Obst oder Lebensmittel würden unter der Pyramide frisch bleiben, ließ sich nicht bestätigen.

Verdikt: Mythos

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