Hochtechnologie des Altertums

7 rätselhafte antike Technikwunder – Wahrheit oder Mythos?

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Die Glühbirnen von Dendera

Kannten die alten Ägypter bereits Glühbirnen? Darstellungen geheimnisvoller blasenförmiger Gegenstände im Hathortempel von Dendera in Oberägypten erinnern zumindest stark an heutige Glühlampen. Der Tempel, der aus der griechisch-römischen Periode Ägyptens stammt, besitzt mehrere Reliefs, auf denen solche Blasen zu sehen sind, die einer Blüte entspringen und in deren Mitte sich ein schlangenartiges Wesen ringelt.

Autoren wie Erich von Däniken sehen in den merkwürdigen Darstellungen riesenhafte Glühbirnen. Die Schlange wird als Glühfaden gedeutet und die Blüte als dekorative Lampenfassung. Zwei kniende Figuren, die sich unterhalb der Glühbirne befinden, werden als allegorische Darstellungen des Plus- und Minuspols gedeutet.

Diese Interpretationsversuche übersehen jedoch, dass die angebliche Lampenfassung das Heck einer Barke bildet. Zudem fallen die angeblichen Lampenkolben im Vergleich zu den übrigen dargestellten Figuren riesenhaft aus – laut einem Bericht des P.M.-Magazins würde auf einer solch gewaltigen Lampe ein Luftdruck von 63 Tonnen lasten.

Ägyptologen sind sich daher einig, dass auf den Reliefs in Wirklichkeit die Himmelsbarke des Sonnengottes Re zu sehen ist. Welche Bedeutung die blasenförmigen Gegenstände haben, ist allerdings nicht sicher. Eine Deutung geht, davon aus, dass es sich um eine Darstellung des Horizontes handeln könnte. Eine andere vermutet, dass damit der Mutterleib der Himmelsgöttin Nut gemeint ist, in dem sich die Schlangengottheit Harsomtus verbirgt.

Jedenfalls wurden die blasenförmigen Gegenstände, die auf den Reliefs dargestellt sind, in Ägypten nie von Archäologen gefunden – und auch keine Teile davon. Die Reliefs zeigen daher keine alltäglichen Gegenstände, sondern mythologische Darstellungen. Dass sie für uns nicht eindeutig zu enträtseln sind, bedeutet nicht, dass es sich um antike Glühlampen handelt.

Verdikt: Mythos

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