Nach Insolvenzantrag im Mai Zwei Investoren übernehmen wesentliche Bereiche von Antriebstechnik Saftig

Von Susanne Braun 1 min Lesedauer

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Das insolvente Unternehmen Antriebstechnik Saftig wird aufgeteilt: Demis und Sapek Metal Solutions übernehmen wesentliche Geschäftsbereiche des Familienunternehmens. Nach Angaben des Insolvenzverwalters bleiben rund 85 der zuvor etwa 110 Arbeitsplätze erhalten.

Symbolbild: Nach der Insolvenz sollen wesentliche Bereiche der Antriebstechnik von Saftig fortgeführt werden.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
Symbolbild: Nach der Insolvenz sollen wesentliche Bereiche der Antriebstechnik von Saftig fortgeführt werden.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Im Mai 2026 wurde bekannt gegeben, dass das Unternehmen Antriebstechnik Saftig Insolvenz angemeldet hat. Jetzt wurde eine Lösung gefunden. Die Firmen Demis und Sapek Metal Solutions übernehmen wesentliche Bereiche des angeschlagenen Unternehmens. Die entsprechenden Kaufverträge wurden bereits unterzeichnet und der Vollzug erfolgte zum 1. August 2026. Demnach werden die Geschäftsbereiche laut offizieller Mitteilung entsprechend ihrer jeweiligen Markt- und Zukunftsperspektiven auf die beiden Investoren verteilt.

Demis aus Wölfersheim übernimmt am Standort Plaidt die Bereiche Elektromaschinenbau und Antriebstechnik, Elektrotechnik und Automatisierung sowie den Technischen Service mit Industriemontage. Das Unternehmen ist seit mehr als 30 Jahren im Elektromaschinenbau und Industrieservice tätig.

Sapek Metal Solutions wiederum übernimmt die Blech- und Umformtechnologie sowie den Stahl- und Anlagenbau und führt diese Bereiche am Standort Kottenheim weiter. Das Unternehmen gehört zum Umfeld der bisherigen Inhaberfamilie.

Keine Lösung für den Standort Saffig

Für den Standort Saffig mit dem Geschäftsbereich Maschinen- und Anlagenbau sowie der mechanischen Fertigung konnte nach Angaben des Insolvenzverwalters trotz intensiver Bemühungen kein Investor gefunden werden. Auch Beschäftigte aus Verwaltung, Personal, Finanzbuchhaltung und Controlling sind teilweise betroffen. Rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nicht weiterbeschäftigt werden.

Die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten in Plaidt und Kottenheim hingegen gehen mit dem Wirksamwerden der Kaufverträge auf die Erwerber über.

Der Insolvenzantrag von Antriebstechnik Saftig wurde im Mai mit einer schwachen Nachfrage unter anderem in Automotive, Stahlbau und Bauwesen, hohen Energie- und Personalkosten sowie zunehmendem internationalen Wettbewerbsdruck begründet. Der Geschäftsbetrieb lief während des Insolvenzverfahrens zunächst an allen drei Standorten weiter. (sb)

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