Kinematics MIPI Alliance gründet Arbeitsgruppe zur Standardisierung von Sensordatenströmen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die MIPI Alliance hat die Gründung einer Arbeitsgruppe für Kinematik bekanntgegeben. Ziel der Kinematics Working Group ist die Entwicklung eines standardisierten Datenformats, das kinematische Sensordatenströme über die weit verbreitete Kamera- und Bildverarbeitungsschnittstelle MIPI CSI-2 übertragen kann.

Die MIPI Alliance will ein Standardformat für den Austausch von kinematischen Sensordaten erarbeiten. Dafür hat die Branchenorganisation die „Kinematics Working Group“ ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe wird zunächst ein einheitliches Kinematic Streaming Format (KSF) entwickeln, das die Datenübertragung bei Radar- und Lidar-Anwendungen in Automobilindustrie, Robotik und anderen kinematischen Bereichen optimiert. (Bild:  © Akarat Phasura - stock.adobe.com)
Die MIPI Alliance will ein Standardformat für den Austausch von kinematischen Sensordaten erarbeiten. Dafür hat die Branchenorganisation die „Kinematics Working Group“ ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe wird zunächst ein einheitliches Kinematic Streaming Format (KSF) entwickeln, das die Datenübertragung bei Radar- und Lidar-Anwendungen in Automobilindustrie, Robotik und anderen kinematischen Bereichen optimiert.
(Bild: © Akarat Phasura - stock.adobe.com)

Kinematische Sensoren wie Radar und Lidar erfassen unter anderem Bewegung, Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung von Objekten. In Bereichen wie Automotive, Robotik sowie der Luft- und Raumfahrt ergänzen sie typischerweise Bildsensoren und liefern Daten, die für eine präzise Positions- und Bewegungserfassung entscheidend sind.

Radar- und Lidar-Systeme nutzen bereits häufig die Schnittstelle MIPI-CSI-2. Die von den Sensoren erzeugten sogenannten „Chirp“-Daten werden bislang jedoch meist in proprietären Formaten dargestellt. Genau hier setzt das geplante MIPI Kinematic Streaming Format (MIPI KSF) an: Es soll die unterschiedlichen Ansätze vereinheitlichen und ein standardisiertes Format für die unverarbeiteten kinematischen Rohdaten schaffen, und zwar unmittelbar nach deren Digitalisierung.

Im Hardware-/Software-Stack liegt KSF als Anwendungsschicht oberhalb der CSI-2-Protokollschicht. Damit lässt sich das Format mit MIPI-Spezifikationen für Physical-Layer-Schnittstellen (PHY) ebenso kombinieren wie mit anderen von MIPI autorisierten PHYs.

Datenübertragung bei Radar- und Lidar-Anwendungen

Die erste Version der KSF-Spezifikation konzentriert sich auf Radarsysteme, die Rohdaten des Sensors zur zentralisierten Verarbeitung übertragen. Dieser Ansatz ermöglicht nicht nur Kosteneinsparungen, sondern schafft auch die Voraussetzungen dafür, moderne KI- und Machine-Learning-Verfahren direkt auf die Sensordaten anzuwenden.

Über die initiale Spezifikation hinaus will die Arbeitsgruppe auch radarbasierte Anwendungsfälle für 6G Integrated Sensing and Communications (ISAC) einbeziehen. Darüber hinaus sollen Einsatzszenarien berücksichtigt werden, die Lidar, Ultraschall und weitere kinematische Sensortechnologien nutzen. Für das neue Streaming-Format sind außerdem eine Konformitäts-Testsuite sowie begleitende Dokumente, darunter Whitepaper und FAQs, geplant.

„Mit der zunehmenden Verbreitung von Radar- und Lidar-Sensoren ist der Bedarf an einer standardisierten Lösung für die zentralisierte Verarbeitung deutlich geworden“, erläutert Rick Wietfeldt, kommissarischer Leiter der MIPI Kinematics Working Group. „Durch die Anbindung an das etablierte MIPI Kamera-Ökosystem können wir einen einheitlichen Ansatz schaffen, der dazu beiträgt, sowohl die Systemkosten als auch den Integrationsaufwand zu reduzieren.“

Die Kinematics Working Group sucht zudem die Zusammenarbeit mit anderen Standardisierungsorganisationen. Gemeinsam sollen die unterschiedlichen technischen Anforderungen und Marktbedürfnisse adressiert werden, die sich aus der wachsenden Zahl kinematischer Sensoranwendungen ergeben. (sg)

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