In diesem Analogtipp stelle ich ein Netzteil vor, mit dem sich eine Spannung bis 20 V mit einem tastgesteuerten Digital-Potentiometer einfach und effizient regeln lässt. Das regelbare Netzteil eignet sich besonders für Versuchszwecke im Labor.
Bild 1: Druckknopfgesteuerter Hochspannungs-Schaltregler mit variabler Ausgangsleistung.
(Bild: Analog Devices)
Bild 1 zeigt einen derartigen Schaltregler mit variabler Ausgangsleistung. Dabei wird das digitale Potentiometer AD5116 und der Komparator ADCMP371 mit integrierter Gegentakt-Ausgangsstufe verwendet.
Das Digi-Pot hat 64 verschiedene Widerstandspositionen bei einer Toleranz über den Gesamtwiderstand von ±8%. Ein integriertes EEPROM speichert die Widerstandspositionen, die manuell über einen Druckknopf einstellbar sind. Diese Funktion ist bei Anwendungen hilfreich, die eine feste Standardposition beim Einschalten erfordern.
Die Schaltung wird über die bis zu 20 V hohe Spannungsversorgung UIN gespeist. Hieraus kann gleichzeitig auch die Versorgungsspannung UDD für das Digi-Pot und den Komparator generiert werden, beispielsweise über einen Spannungsregler wie den ADP121.
Die Funktionsweise der Schaltung
Die Ausgangsspannung UOUT lässt sich über die Schaltfrequenz des Rückkopplungsnetzes regeln. Sie wird über einen Spannungsteiler auf den Komparator zurückgeführt und mit einer durch das Digital-Potentiometer eingestellten Referenzspannung verglichen.
Ist die von UOUT abgeleitete Spannung größer als die Referenzspannung, schaltet der Komparator-Ausgang in den „Low“-Zustand, wodurch sowohl der NMOS-Transistor T1 als auch der PMOS-Transistor T2 sperren und UOUT sinkt. Ist die von UOUT abgeleitete Spannung kleiner als die Referenzspannung, schaltet der Komparator-Ausgang auf „High“ und die beiden Transistoren wechseln in den leitenden Zustand, UOUT nimmt zu.
Durch diese vergleichende Funktionsweise arbeiten die Transistoren im Taktbetrieb mit kurzen Impulsen, was die jeweiligen Transistorverluste gering hält.
Die Schaltfrequenz wird neben der Ausgangsspannung des Potentiometers auch von der Last an UOUT beeinflusst. Mit zunehmender DAC-Ausgangsspannung sperrt T2 für längere Zeit und der Komparator-Ausgang ist dementsprechend hoch. Der Komparator-Ausgang liefert dabei eine Reihe schnellerer, positiver Ausgangsimpulse mit einer höheren Frequenz. Der umgekehrte Fall tritt ein, wenn die DAC-Ausgangsspannung verringert wird.
Die gefilterte Ausgangsspannung UOUT wird durch Gleichung 1 bestimmt:
UOUT = Uw (1 + R2/R3)
UW ist die DAC-Ausgangsspannung am Potentiometer-Abgriff W.
Der Widerstand zwischen den Abgriffen A und B des AD5116 beträgt nominell 5 kΩ und wird in 64 Stufen aufgeteilt. Am unteren Ende der Skala sinkt der typische Schleiferwiderstand RW auf 45 bis 70 Ω.
Die Ausgangsspannung an UW in Bezug auf GND beträgt:
UW = RWB / RAB x UA.
RWB = D / 64 x RAB + RW
RWB ist der Widerstandswert zwischen Abgriff W und GND auf der unteren Skala, RAB ist der Gesamtwiderstand des Potentiometers, UA ist die Spannung am oberen Ende des Teilerstrings, in diesem Fall gleich UDD, D ist das dezimale Äquivalent des Binärcodes im RDAC-Register des AD5116.
Das RDAC-Register des Digi-Pots wird mit den Drucktasten PD und PU gesteuert. Über den ASE-Pin kann eine Default-Position, beispielsweise UOUT = 0 V beim Einschalten im EEPROM des Potentiometers abgespeichert werden.
Der Filterausgang: Wie Sie die Restwelligkeit reduzieren
Bild 2: Filterschaltung zur Glättung der Ausgangsspannung.
(Bild: Analog Devices)
Um eine geglättete Ausgangsspannung UOUT zu erhalten und die durch das Takten von T1 und T2 verursachte Welligkeit zu reduzieren, wird eine zusätzliche Filterschaltung verwendet (Bild 2). Bei der Auslegung dieses Filters müssen Sie die maximalen und minimalen Schaltfrequenzen sowie der Betriebsspannungsbereich des Digi-Pots betrachten.
Die Schaltfrequenz befindet sich bei der dargestellten Schaltung im Bereich von etwa 1,8 bis 500 Hz. Da diese recht gering ist, werden zur Dimensionierung der Grenzfrequenz des Filters normalerweise relativ große Werte von R, L und C benötigt. Der Serienwiderstand des Filters bildet jedoch mit der Ausgangslast einen Spannungsteiler, der die Ausgangsspannung wiederum reduziert. Daher sollte R relativ gering gewählt werden.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
In der Schaltung wurde ein einfacher RLC-Tiefpassfilter implementiert. R und C sind mit 50 Ω bzw. 330 μF dimensioniert, L mit 100 nH. Alternativ kann die Schaltung auch mit einem Pulsweitenmodulator (PWM), welcher die Transistoren ansteuert, und einem davor geschalteten Fehlerverstärker aufgebaut werden.