Viele Unternehmen locken die Motivation ihrer Mitarbeiter mit Incentives, Prämien und Boni. Doch meist erweist sich diese Art der Motivation als Strohfeuer. Nachhaltiger steigt die Arbeitsleistung der Mitarbeiter, wenn ihre innere Motivation geweckt oder gestärkt wird. Aber wie motiviert man von innen?
Die innere Motivation beflügelt Arbeitnehmer nachhaltiger als z.B. eine Prämie.
(Rainer Sturm_pixelio.de)
„Mitarbeiter muss man ständig neu motivieren, sonst sinkt ihre Leistung.“ Dieser Auffassung sind viele Führungskräfte. Also suchen sie ständig nach neuen Methoden, um ihre Mitarbeiter zu motivieren. Und mal setzen sie beim Motivieren stärker auf solche Instrumente wie ein Lob, und mal auf „Tools“ wie Boni und Incentives. Doch erzielen diese Motivationsinstrumente die gewünschte Wirkung? In der Regel, wenn überhaupt, nur kurzfristig.
Dauermotivierte Mitarbeiter stumpfen schnell ab
Ein Grund, warum sich viele Führungskräfte zunehmend gezwungen sehen, ihre Mitarbeiter „bei der Stange zu halten“ und stets neu zu motivieren, ist der demografische Wandel. Er erschwert es vielen Unternehmen, neue, gute Mitarbeiter zu gewinnen. Das erhöht den Druck auf die Führungskräfte, die Leistungsbereitschaft der vorhandenen Mitarbeiter zu bewahren und zu steigern, weshalb in vielen Betrieben eine Mitarbeiter-Motivationsaktion die andere jagt.
Diese Dauermotivation bewirkt bei den Mitarbeitern oft ein Abstumpfen. Denn hierdurch setzt sich ein Teufelskreis in Gang. Die Mitarbeiter haben aufgrund der zahllosen Motivationsaktionen verstärkt das Gefühl: Es ist die Aufgabe (des Unternehmens beziehungsweise) meiner Führungskraft mich zu motivieren, damit ich Leistung bringe.
Mit dieser Erwartungshaltung konfrontieren sie auch ihre Führungskräfte. Also investieren diese noch mehr Zeit und Energie in die Mitarbeitermotivation, was wiederum die entsprechende Erwartungshaltung der Mitarbeiter verstärkt. Die Folge: Die Mitarbeiter werden stets interaktiver beziehungsweise re-aktiver und erwarten von ihrer Führungskraft zunehmend „motiviere, begeistere und bespaße mich“.
Warum machen so viele Führungskräfte dieses Spiel mit? Woher rührt ihre Überzeugung „Ich muss meine Mitarbeiter motivieren“? Häufig daraus, dass sie eine Abhängigkeit von ihnen verspüren. Denn letztlich wird die Leistung einer Führungskraft an der Leistung ihrer Mitarbeiter gemessen. Deshalb versuchen viele Führungskräfte ohne Unterlass, ihre Mitarbeiter zu motivieren – aus Angst, ansonsten könne deren Leistung abfallen und sie selbst würden bei ihren Vorgesetzten in einem schlechten Licht dastehen.
Hinter einem solchen Verhalten steckt ein fragwürdiges Führungsverständnis. Und die Arbeit? Sie wird primär als Pein und Pflichterfüllung gesehen. Und Motivation? Sie wird als die Abwesenheit von Nichtmotivation definiert. Doch Motivation ist mehr als die Abwesenheit von Nichtmotivation – ebenso wie seelische Gesundheit mehr als die Abwesenheit von psychischen Störungen ist. Das zeigt die positive Psychologie, die von dem US-amerikanischen Forscher Martin Seligman Ende des letzten Jahrhunderts in Leben gerufen wurde.
Ohne Wohlbefinden keine Motivation
Bis dahin beschäftige sich die Psychologie überwiegend mit dem Abbau von Leidensdruck und negativer psychischer Symptomatik. Erst Seligman begann zu forschen,
was das Leben lebenswert macht,
warum manche Menschen glücklich sind,
wie man Glück messen kann und
wie man das subjektive Wohlbefinden steigern kann.
Die Forschungsgruppe um Seligman definierte das Ziel der positiven Psychologie, Menschen glücklicher zu machen, indem sie diese dabei unterstützt, positive Emotionen aufzubauen sowie Erfüllung und Sinn im Leben zu finden. Das ist weit mehr als das „positive Denken“, das in vielen Motiviationsseminaren den Mitarbeitern von Unternehmen nahe gebracht wird. Und es gibt inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Studien, die belegen: Die Methoden der positiven Psychologie wirken.
Die Überzeugung vieler Führungskräfte „Ich muss meine Mitarbeiter motivieren, damit ihre Leistung nicht sinkt“ ist defizit-orientiert. Das heißt, sie geht von einem grundsätzlichen Mangel bei den Mitarbeitern aus. Doch warum wurden sie dann eingestellt? Zielführender ist die Frage: Wie kann ich als Führungskraft meine Mitarbeiter so begleiten, dass eine innere Motivation und Zufriedenheit entsteht? Hierfür bietet die positive Psychologie einige Ansätze.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.