Elektrofahrzeuge

Induktive Ladekonzepte verzichten auf lästige Leitungen

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Folgeforschung im Projekt Folgeprojekts BiPolplus

Die Entwicklung einer 22-kW-Schnell-Ladestation ist Gegenstand des Folgeprojekts BiPolplus [http://www.emobil-sw.de/de/aktivitaeten/aktuelle-projekte/projektdetails/BIPoLplus-Beruehrungsloses-induktives-und-positionstolerantes-Laden.html]. Hier wird unter anderem auch die Kompatibilität von 3-kW- und 22-kW-Systemen untersucht.

Mit Hilfe der magnetischen Kopplung ist es möglich, ein Elektrofahrzeug auch während der Fahrt zu laden. Das dynamische Laden des Fahrzeuges während der Fahrt erfolgt mit Primärwicklungen, die in Segmenten verteilt entlang der Strecke unter der Fahrbahn verlegt sind.

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Die Vorstudien sowie praktische Versuche im Labor zeigen, dass die kabellose Energieübertragung auf bewegte Fahrzeuge auch mit einem Gesamtwirkungsgrad von über 90% möglich ist.

Fazit: Elektrofahrzeuge haben gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor derzeit noch eine geringe Reichweite bei langer Ladezeit. Kabelloses induktive Laden wirkt diesen Nachteilen entgegenwirken. Das induktive Laden von Elektrofahrzeugen weist sogar eine Reihe von Vorteilen auf.

Zu erwähnen sind insbesondere Ladekomfort, Erhöhung der Reichweite und optimale städtebauliche Integrierbarkeit. Das Fahrzeug kann automatisch und ohne Mitwirkung des Fahrers mit einem Wirkungsgrad über 90% geladen werden. Durch das automatische Laden an jedem Parkplatz, jeder Ampel oder jedem Straßenabschnitt wird die zur Verfügung stehende Reichweite erhöht. Dadurch können kleinere Batteriespeicher eingesetzt und somit an Fahrzeuggewicht und Kosten gespart werden.

Die induktive Energieübertragung kann auch bidirektional erfolgen. Dies erleichtert die Anbindung der Elektrofahrzeuge ins Smart Grid. Induktive Ladestationen sind nicht teurer als konventionelle Ladestationen mit Kabeln, haben keinen zusätzlichen Platzbedarf, sind geschützt vor Vandalismus und sind wartungsarm.

* Prof. Dr.-Ing. Nejila Parspour leitet das Institut für Elektrische Energiewandlung an der Universität Stuttgart.

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